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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Analyse und Diskussion der Ergebnisse 67 Geschäftsumfeld 69 Überblick über den Geschäftsverlauf 2013 74 Schaden- und Unfallversicherung 82 Lebens- und Krankenversicherung 87 Asset Management 91 Corporate und Sonstiges 93 Ausblick 2014 99 Vermögenslage und Eigenkapital 107 Liquidität und Finanzierung 112 Überleitungen 97Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Das Prämienwachstum wird 2014 vor allem von unseren Global Insurance Lines, den Anglo Markets, den Schwellenländern in Latein­ amerika und Asien angetrieben werden. Auch in einigen unserer Kernmärkte, etwa Deutschland, Italien und Frankreich, erwarten wir einen Anstieg. Wir gehen davon aus, dass sich der moderate Preisanstieg des Jahres 2013 auch 2014 fortsetzen und das erwartete Wachstum unse­ rer Bruttobeitragseinnahmen stützen wird. Dessen ungeachtet wer­ den wir uns jedoch wie in den Vorjahren darauf konzentrieren, durch unsere konsequent strenge Zeichnungsdisziplin ein herausragendes versicherungstechnisches Ergebnis zu erzielen. Dabei sind wir bereit, bei unzureichenden Margen auf Umsatzwachstum zu verzichten. Die Combined Ratio werden wir 2014 voraussichtlich über den gesamten Schaden-Unfall-Zyklus unter 96 % halten (2013: 94,3 %). Dabei gehen wir davon aus, dass die zugrunde liegende Schaden­ inflation durch Verbesserungen in der Preisgestaltung, der Schaden­ abwicklung und der Produktivität mehr als ausgeglichen wird. Zwar zeigten die Schäden aus Naturkatastrophen in den letzten Jahren einen sprunghaften Verlauf, dennoch erwarten wir für 2014, dass deren Ausmaß bei dem erwarteten Durchschnittsniveau liegen wird. Da die Zinsen voraussichtlich auf ihrem niedrigen Niveau blei­ ben, dürften die Anlageerträge weiter unter Druck stehen, zumal die Haltefristen für Kapitalanlagen in der Schaden- und Unfallversiche­ rung tendenziell kurz sind. Wir werden unsere Anlagestrategie wei­ terhin proaktiv auf die aktuellen Marktbedingungen abstimmen. Insgesamt erwarten wir für 2014 ein operatives Ergebnis im Bereich zwischen 5,1 MRD € und 5,7 MRD € (2013: 5,3 MRD €). Lebens- und Krankenversicherung Auch 2014 werden wir der Profitabilität den Vorrang vor Wachstum geben. Wir erwarten einen Umsatz in der Größenordnung von 52 MRD € bis 56 MRD €, leicht unter dem Jahr 2013 (56,8 MRD €). Dieses war durch starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr geprägt und enthielt Einnahmen in Höhe von 0,5 MRD € aus unserem internatio­ nalen Krankenversicherungsgeschäft in Frankreich, das 2014 der Schaden- und Unfallversicherung zugeordnet wird. Insgesamt hän­ gen unsere Umsätze von der weiteren Zinsentwicklung und dem Marktumfeld ab – vor allem aber davon, inwieweit es uns gelingt, profitables Geschäft zu zeichnen. Unser operatives Ergebnis im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung belief sich 2013 auf 2,7 € MRD und lag damit innerhalb unseres Zielkorridors von 2,5 MRD € bis 3,1 MRD €. Für das Jahr 2014 erwarten wir ein operatives Ergebnis in einer Größenord­ nung von 2,7 MRD € bis 3,3 MRD € – dies nicht zuletzt deshalb, weil sich der zugrunde liegende Kapitalanlagebestand mit der Übertragung einigerkleinererVermögenseinheitenvomAssetManagementaufden Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung erhöhen wird. Wir gehen für 2014 von einer Ergebnismarge (Reserven) von 50 bis 70 Basispunkten aus. Wie bereits 2013 werden wir auch im laufenden Geschäftsjahr aktiv daran arbeiten, die Auswirkungen der schwierigen Marktbedin­ gungen, insbesondere der niedrigen Zinssätze, abzufedern. Geeig­ nete Ansätze hierzu umfassen – falls erforderlich – Produkt- und Vertriebsmaßnahmen sowie Kostenmanagement und Asset-Liability- Management. Zugleich prüfen wir unsere Möglichkeiten, auch den Kapitaleinsatz weiter zu optimieren. Insgesamt weisen wir allerdings darauf hin, dass das Ergebnis des Lebens- und Krankenversiche­ rungsgeschäfts erheblich von den markt- und rechnungslegungs­ bedingtenVolatilitätensowiedemAusmaßderGewinnrealisierungen (netto) beeinflusst wird, was präzise Prognosen erschwert. Asset Management Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabilisierten sich im Ver­ lauf des Jahres 2013, sodass die Wachstumserwartungen nach oben korrigiert werden konnten. Nichtsdestotrotz dürfte die Unsicherheit an den Finanzmärkten 2014 weiter anhalten. Zwar gehen wir nicht davon aus, dass sich die Marktentwicklungen sowie Mittelab- oder -zuflüsse wesentlich auf das Gesamtvolumen unseres verwalteten Vermögens auswirken werden – dennoch erwarten wir 2014 nur einen leichten Anstieg. (Zwischen dem 31. Dezember 2012 und dem 31. Dezember 2013 verringerte sich unser gesamtes verwaltetes Ver­ mögen um 4,4 %.) Während Aktienanlagen dazu voraussichtlich einen positiven Beitrag leisten werden, dürfte die Entwicklung bei den festverzinslichen Wertpapieren weiterhin gedämpft verlaufen. Nach dem starken Gewinnwachstum der letzten Jahre rechnen wir 2014 nicht mit einer Fortsetzung. Insbesondere, da zum einen ein geringeres Volumen an erfolgsabhängigen Provisionen zu erwarten ist, zum anderen aufgrund des niedrigeren erwarteten durchschnitt­ lichen US-Dollar-Kurses. Auch die Verwaltungsprovisionen werden wohl infolge des erwarteten geringeren durchschnittlich verwalteten Vermögens unter Vorjahresniveau bleiben. Zudem wird die Übertra­ gung einiger Vermögensverwaltungseinheiten vom Asset Manage­ ment zum Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung sowiezumBankgeschäftdieProfitabilitätbelasten.InSummestreben wir für 2014 daher ein operatives Ergebnis zwischen 2,5 MRD € bis 2,9 MRD € an (2013: 3,2 MRD €). Unsere Cost-Income Ratio dürfte dank unserer konsequenten Kostenkontrolle und der operativen Exzellenz auch 2014 bei maximal 60 % liegen (2013: 55,9 %). Corporate und Sonstiges Der Geschäftsbereich Corporate und Sonstiges verzeichnete 2013 einen operativen Verlust in Höhe von 1,0 MRD €. 2014 erwarten wir angesichts verbesserter Ergebnisse unseres Bankgeschäfts und bei leicht rückläufigen Ergebnissen des berichtspflichtigen Segments Holding & Treasury – vor allem bedingt durch unsere Technologie- Investitionen – einen operativen Verlust zwischen 1,0 MRD € und 1,2 MRD € (einschließlich Konsolidierung).

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