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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 113Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Risiko- und Chancenbericht −− Unser Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, durch gezieltes Abwägen von Risiken und Erträgen zur Wertschöpfung beizutragen. −− Der ­Allianz Konzern ist gut kapitalisiert, seine Solvabilitätskennzahlen sind belastbar. Allianz Risikoprofil und Gesamtaussage des Vorstands Risikoprofil Der ­Allianz Konzern ist durch seine Kerngeschäftsfelder Versicherun- gen und Asset Management vielfältigen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören Markt-, Kredit-, Versicherungs- und Geschäftsrisiken sowie operationelle und strategische Risiken. Die drei größten Risiken, gemessen an ihrem Beitrag zu unserem internen Risikokapital, sind: −− Marktrisiko, insbesondere das Zinsrisiko aus der Laufzeitin­ kongruenz von Aktiva und Passiva für Produkte der langfristigen Vermögensbildung und bei Sparprodukten, −− Kreditrisiko und Credit-Spread-Risiko, aufgrund von Aktiva zur Sicherung von Produkten der langfristigen Vermögensbildung und bei Sparprodukten, −− Prämien- und Reserverisiko der Schaden- und Unfallversiche- rung aufgrund von Katastrophen- und Terrorrisiken sowie der Unsicherheit bezüglich der Schäden im Anfalljahr. Unser Risikoprofil zeigt sich relativ stabil im Zeitablauf, nicht zuletzt wegen der Definition unserer Risikoneigung, unseres Risikomanage- ments und unserer Limite, die im weiteren Verlauf dieses Berichts beschrieben werden. Darüber hinaus sind wir weiterhin zwei externen Faktoren aus- gesetzt, die unser Risikoprofil beeinflussen und normalerweise nicht mit unserem Kerngeschäft in direkter Verbindung stehen. Dies ist zum einen die Staatsschuldenkrise in Europa, zum anderen sind es regulatorische Entwicklungen, insbesondere die europäische Solvenz­ richtlinie Solvency II. Die Staatsschuldenkrise in Europa Die europäische Staatsschuldenkrise beeinflusste auch 2013 die Finanzmärkte. Dies hatte anhaltend niedrige Zinsen zur Folge. Zwar stabilisierte sich das Marktumfeld im Berichtsjahr wieder, doch könnten die Märkte auch in Zukunft wieder beträchtlich schwanken – mit nachteiligen Auswirkungen auf unsere Bilanz –, da viele der wesentlichen Ursachen für die Staatsschuldenkrise nach wie vor ungelöst sind. Diese Entwicklungen hat unser Management nicht nur konti- nuierlich beobachtet, es hat auch entschlossen darauf reagiert. So setzten wir 2013 ein Programm zur Risikoreduktion fort, das sich im Wesentlichen auf unsere Positionen in europäischen Peripherie- staaten und globalen Finanzinstitutionen bezieht. Unterstützt wird dies durch einen operativen Notfallplan für die ­Allianz SE und für unsere operativen Einheiten, der regelmäßige Szenarioanalysen sowohl europäischer als auch US-amerikanischer Szenarien umfasst. Zusätzlich haben wir unsere Produktausstattung und Preisgestal- tung im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung, was die Garantien und Rückkaufbedingungen der Produkte betrifft, wei- ter angepasst. Die aus verschiedenen Krisenszenarien abgeleiteten Korrekturmaßnahmen haben unsere finanzielle und operative Widerstandsfähigkeit gegenüberinderZukunft möglichenschweren Schockszenarien gestärkt. Die kontinuierliche Überwachung hat bei der Sicherung einer nachhaltigen Effektivität unserer Notfallmaß- nahmen höchste Priorität. Regulatorische Entwicklungen Im Juli 2013 wurde die ­Allianz durch das Financial Stability Board als eines von neun weltweit systemrelevanten Versicherungsunter­ nehmen (G-SII) eingestuft. Im November 2013 wurde im Rahmen des europäischen Trilogs, an dem sowohl der Europäische Rat als auch das Europaparlament beteiligt sind, eine Übereinkunft bezüglich der „Omnibus II“-Richtlinie erreicht. Ergebnis der Übereinkunft ist die geplante Einführung des neuen risikobasierten Solvenz-Regimes für Europa ab Januar 2016. Obwohl allmählich mehr Klarheit hinsichtlich der kommenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen herrscht – insbesondere was Solvency II und Anforderungen an G-SII Unternehmen betrifft –, gibt es noch keine abschließenden Regelungen. Dies führt zu Unsicher- heiten in Bezug auf unsere endgültigen Kapitalanforderungen und unser Geschäft. Absehbar ist jedoch, dass die Solvency-II-Regulie- rung aufgrund der zugrunde gelegten Marktwertbilanz zu einer gegenüber Solvency I erhöhten Volatilität in den aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen führen dürfte. Letztendlich wird die mögliche VielzahlanaufsichtsrechtlichenVorschriften,Kapital-undReporting­ anforderungen die operationellen Kosten erhöhen.

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