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Allianz Geschäftsbericht 2013

114 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Gesamtaussage des Vorstands Das Management des ­Allianz Konzerns hält dessen Risikoprofil ins- gesamt für angemessen und vertraut im Hinblick auf schnelle Verän- derungendesUmfeldsundderErfordernissedeslaufendenGeschäfts aufdieWirksamkeitdesKonzern-Risikomanagementsystems.Dieses Vertrauen gründet auf verschiedenen Faktoren, die in den nach­ stehenden Abschnitten genauer beschrieben und hier zusammen­ gefasst sind: −− Der ­Allianz Konzern ist gut kapitalisiert und erfüllt zum 31. Dezember 2013 alle internen und aufsichtsrechtlichen Solva- bilitätsziele. Standard & Poor’s hat das ­Allianz „AA”-Rating im März 2013 nicht nur erneut bestätigt, sondern zusätzlich den Ausblick wieder auf „stabil“ heraufgestuft. Mit diesem Rating verfügtdie­AllianzuntervergleichbarenVersicherungskonzernen weltweit nach wie vor über eine der besten Bonitätsbewertungen. −− Das Konzernmanagement hält die ­Allianz für gut positioniert, um zukünftig mögliche widrige Ereignisse bewältigen zu kön- nen – auch aufgrund unseres soliden internen Limitsystems, das über die Risikoneigung des Konzerns und unser Risiko­ management definiert ist. −− Der Konzern verfügt über ein konservatives Kapitalanlageprofil unddisziplinierteGeschäftspraktikenindenGeschäftsbereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversi- cherung und Asset Management, die zu nachhaltigen opera­ tiven Erträgen bei einem ausgewogenen Risiko-Ertrags-Profil führen. −− ZusätzlichverfügtderKonzernüberdenVorteil,gutdiversifiziert zu sein – sowohl regional als auch durch das breite Produkt­ angebot. Kapitalisierung ImInteresseunsererAktionäreundunsererVersicherungskundenist es unser Ziel sicherzustellen, dass der ­Allianz Konzern jederzeit ange- messen kapitalisiert ist und dass unsere gesamten operativen Ein- heiten ihre jeweiligen Kapitalanforderungen erfüllen. Risikokapital und Kapitalkosten sind zudem wichtige Aspekte bei Geschäftsent- scheidungen. Unser internes Risikokapitalmodell spielt eine wichtige Rolle im Management des ökonomischen Kapitals. Darüber hinaus berück- sichtigen wir die Anforderungen der Aufsichtsbehörden und Rating- Agenturen, wobei die Kapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden bindend sind. Starke Kreditratings zu erhalten und den Kapitalan­ forderungen der Rating-Agenturen zu genügen, gehört hingegen­ zu unseren strategischen Geschäftszielen. Sowohl auf Ebene des Konzerns als auch der operativen Einheiten überwachen wir unsere Kapitalpositionen genau. Dabei führen wir regelmäßig Stresstests auf Basis standardisierter Risikoszenarien durch. So können wir angemessene Maßnahmen ergreifen, um die Stärke unserer Kapital- und Solvabilitätsposition dauerhaft zu gewährleisten. Aufgrund unseres effektiven Kapitalmanagements ist der ­Allianz Konzern zum 31. Dezember 2013 gut kapitalisiert und hat alle internen sowie auf- sichtsrechtlichen Solvabilitätsziele erreicht. GESETZLICHE KAPITALANFORDERUNGEN Bei dem ­Allianz Konzern handelt es sich gemäß der EU-Finanzkon- glomeraterichtlinie und den entsprechenden deutschen Gesetzen (in Kraft seit 1. Januar 2005) um ein Finanzkonglomerat. Laut Gesetz muss ein Finanzkonglomerat die verfügbaren Eigenmittel zur Erfül- lung der Solvabilitätsanforderung auf konsolidierter Basis berech- nen. Derzeit ermitteln wir die Anforderungen und die verfügbaren Eigenmittel unseres Versicherungsgeschäfts auf Basis von Solvency I. Die Kapitalanforderungen sowie die Definition und die Berechnung der verfügbaren Eigenmittel werden durch die Solvency-II-Bestim- mungen ersetzt, sobald Solvency II rechtsverbindlich ist. Finanzkonglomerate-Solvabilität 1 mrd € Stand 31. Dezember 2013 2012 Anforderung 25,6 24,6 Verfügbare Eigenmittel 46,5 48,4 Solvabilitätsquote 182 % 197 % 1 Außerbilanzielle Bewertungsreserven werden im Rahmen der Berichterstattung an die Aufsichtsbe- hörden nur auf Antrag als verfügbare Eigenmittel angesetzt. Die ­Allianz SE hat bisher keinen Antrag auf Anerkennung gestellt. Ohne die außerbilanziellen Bewertungsreserven beläuft sich die Solvabilitäts- quote auf 173 % (2012 (wie veröffentlicht) 188 %). Die Finanzkonglomerate-Solvabilität hat sich um 15 Prozentpunkte auf 182 % reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die rück- wirkende Anwendung von Änderungen des IAS 19 zurückzuführen.1 EXTERNE KAPITALANFORDERUNGEN VON RATING-AGENTUREN Rating-Agenturen haben ihre eigenen Modelle, um das Verhältnis zwischen dem erforderlichen Risikokapital und der verfügbaren ­Kapitalausstattung eines Unternehmens zu beurteilen. Die Bewer- tung der Kapitalausstattung ist üblicherweise ein wesentlicher Bestandteil des Rating-Prozesses. Nach einer Überprüfung im März 2013wurdedas„AA”-Ratingdes­AllianzKonzernsvonStandard & ­Poor’s bestätigt. Zudem erhöhte Standard & Poor’s aufgrund unserer starken Kapitalisierung, des breit aufgestellten Geschäftsprofils und des sehr 1 Für detaillierte Informationen hinsichtlich der verfügbaren Eigenmittel und Anforderungen verweisen wir auf das Kapitel „Vermögenslage und Eigenkapital“ ab Seite 99.

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