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Allianz Geschäftsbericht 2013

116 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern zugeordnetes internes risikokapital (gesamtbestand vor abzug der anteile anderer gesellschafter) mio € Vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien (und vor Steuern) Konzerndiversifiziert Marktrisiko Kreditrisiko Versicherungs- technisches Risiko Geschäftsrisiko Operationelles Risiko Diversifikation Summe Stand 31. Dezember 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Schaden-Unfall 3 669 3 933 1 881 2 144 9 627 9 848 992 1 020 1 268 1 287 - 6 437 - 7 319 11 000 10 913 Leben /Kranken 11 653 13 404 3 591 4 127 801 1 089 3 743 3 424 917 914 - 6 448 - 7 084 14 257 15 874 Asset Management 685 559 169 119 – – – – 586 576 - 1 – 1 439 1 254 Corporate und Sonstiges  1 987 1 519 277 671 191 180 – – 385 249 - 532 - 512 2 308 2 107 Gesamt 17 994 19 415 5 918 7 061 10 619 11 117 4 735 4 444 3 156 3 026 - 13 418 - 14 915 29 004 30 148 Steuereffekte - 5 367 - 5 386 Konzern gesamt 23 637 24 762 GenaueErläuterungenzudiesenEntwicklungensinddenAbschnitten zu entnehmen, die sich speziell mit diesen Risikokategorien ausein- andersetzen. Internes Risikokapitalsystem Internes Risikokapital sind für uns jene Finanzmittel, die wir benöti- gen, um uns vor unerwarteten extremen wirtschaftlichen Verlusten zu schützen. Das interne Risikokapital wird quartalsweise berechnet und über alle Geschäftsbereiche hinweg konsistent aggregiert. Dadurch werden die Risiken unterschiedlicher Aktivitäten eines inte- grierten Finanzdienstleisters – wie die ­Allianz einer ist – innerhalb eines gemeinsamen Systems gemessen und miteinander verglichen. ALLGEMEINER ANSATZ Für das Management unserer Risiken und unserer Solvabilität ver- wenden wir ein internes Risikokapitalmodell und arbeiten gleichzeitig daran, die künftigen Anforderungen von Solvency II an interne Model- le zu erfüllen. Unser Modell basiert technisch auf einer Best-Practice- Plattform, die neueste Methoden anwendet und alle modellierten, quantifizierbaren Risikoquellen abdeckt. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres internen Risikokapitalsystems. Das System wird regelmäßig im Rahmen des Solvency-II-Vorantragsverfahrens für das interne Modell durch die europäischen Aufsichtsbehörden bewertet. INTERNES RISIKOKAPITALMODELL Unser internes Risikokapitalmodell beruht auf einem Value-­at-Risk- Ansatz(VaR)unterVerwendungeinerMonte-Carlo-Simulation.Dieser Ansatz bestimmt den höchstmöglichen Wertverlust im Portfolio von Geschäftsbereichen im Anwendungsbereich des Modells, und zwar innerhalb eines bestimmten Zeithorizonts („Haltedauer“) und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit („Konfidenzniveau“). Wir ver- wenden ein Konfidenzniveau von 99,5 % und legen eine Haltedauer von einem Jahr zugrunde. In der Risikosimulation betrachten wir Kapitalmarktbedingungen, Kreditausfälle, Versicherungsverluste und andere Geschäftsereignisse („Risikoquellen”) und berechnen den Wert des Portfolios auf Grundlage des Zeitwerts der Vermögens- werte abzüglich des Zeitwerts der Verbindlichkeiten unter potenziell ungünstigen Bedingungen. Als erforderliches internes Risikokapital bezeichnen wir die Differenz zwischen dem aktuellen Wert des Portfolios und dessen Wert unter ungünstigen Bedingungen, ermittelt auf Basis des Konfi- denzniveaus von 99,5 %. Da wir den Einfluss sowohl günstiger als auchungünstigerEreignisseaufalleRisikoquellenundaufsämtliche Geschäftsbereiche im Anwendungsbereich des Modells gleichzeitig betrachten, werden auch die Diversifikationseffekte über Produkte und Regionen hinweg berücksichtigt. Mit den Ergebnissen unserer Monte-Carlo-Simulation sind wir in der Lage, unser mit jeder Risiko- quelle verbundenes Risiko sowohl separat als auch im Zusammen- hang mit anderen Risikoquellen zu analysieren. Für Marktrisiken analysierenwiraußerdemverschiedenevordefinierteStressszenarien, die entweder auf historischen oder hypothetischen Marktbewegun- genbasieren.DerverwendeteModellansatzermöglichtunsdaherdie Identifikation von Szenarien, die einen positiven Effekt auf unsere Solvenzposition haben. Annahmen für Zinskurve und Liquiditätsprämie Bei der Berechnung des Zeitwerts von Vermögenswerten und Ver- bindlichkeiten sind die Annahmen bezüglich der zugrunde liegenden risikofreien Zinskurve für die Bestimmung und die Diskontierung künftiger Zahlungsströme von zentraler Bedeutung. Wir wenden der- zeit die Methode an, die aktuell von der European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) für die Extrapolation der risikolosen Zinskurve für den Zeitraum nach dem letzten Zeitpunkt, für den liquide Marktdaten vorliegen, vorgegeben wird. Zugleich ­passen wir die risikofreien Zinskurven für die Lebens- und Kranken­ versicherung an, um einer Liquiditätsprämie Rechnung zu tragen.

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