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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 117Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Bewertungsannahme: Replikationsportfolios Da im Rahmen des internen Risikokapitalmodells effiziente Bewer- tungen und anspruchsvolle, zügige Analysen gefordert sind, replizie- ren wir die Verbindlichkeiten unseres Lebens- und Krankenversiche- rungsgeschäfts. Diese Methodik ermöglicht es uns, alle mit den Produkten verbundenen Optionen und Garantien unter Zuhilfe­ nahme von Standardfinanzinstrumenten abzubilden. Mithilfe des Replikationsportfolios ermitteln und bewerten wir diese Verbindlich- keiten auf Basis aller potenziell ungünstigen Monte-Carlo-Szenarien. Diversifikations- und Korrelationsannahmen Unser internes Risikokapitalmodell aggregiert Ergebnisse konzern- weit und berücksichtigt dabei Korrelations-, Akkumulations- und Konzentrationseffekte, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass potenzielle Verluste auch im schlimmsten Fall wahrscheinlich nicht alle gleichzeitig entstehen. Dies ist gemeinhin als Diversifikations­ effekt bekannt und ein zentraler Bestandteil unseres internen Risiko- kapitalsystems. Wir arbeiten also darauf hin, unsere Risiken zu streuen, um die Auswirkungen von Risiken gleichen Ursprungs zu mildern und gleichzeitig zu gewährleisten, dass günstige Entwicklungen des Geschäftsverlaufs mögliche ungünstige Entwicklungen ausgleichen. Inwieweit der Diversifikationseffekt genutzt werden kann, hängt teil- weisedavonab,wiehochzumeinendiejeweiligerelativeRisikokonzen­ ­tration ist, und zum anderen, inwieweit sich die Ursachen von Risiken im Gleichklang bewegen. Soweit möglich, ermitteln wir Korrelationsparameter für jedes Marktrisikopaar, indem wir historische Marktdaten statistisch ana- lysieren. Hierbei berücksichtigen wir über einen Zeitraum von meh- reren Jahren wöchentlich beobachtete Werte. Falls keine histori- schen oder nur unzureichende Marktdaten und auch keine anderen portfolio­spezifischen Beobachtungen verfügbar sind, basiert die Korrelationsbestimmung auf einem konzernweit klar definierten Prozess. Die Bestimmung der Korrelationen erfolgt durch das „Corre- lation Settings Committee“, in dem das Know-how und Fachwissen von Risiko- und Businessexperten gebündelt wird. Die Korrelations- parameter werden generell so festgelegt, dass sie die Wechsel­ wirkung der Risiken unter ungünstigen Bedingungen widerspiegeln. Auf Grundlage dieser Korrelationen wenden wir einen branchen­ üblichen Ansatz, den Gauß-Copula-Ansatz, an, um die Abhängig- keitsstruktur aller quantifizierbaren Risikoquellen innerhalb der verwendeten Monte-Carlo-Simulation zu bestimmen. Aktuarielle Annahmen Unser internes Risikokapitalmodell bezieht auch nicht vom Markt bestimmte Annahmen, wie Schadentrends, Inflation, Sterblichkeits- und Krankheitsraten, Langlebigkeit, Verhalten von Versicherungs- nehmern, Kosten etc. mit ein. Soweit verfügbar, leiten wir diese Modellannahmen aus unseren eigenen internen historischen Daten ab und berücksichtigen dabei zugleich die Vorschläge der Versiche- rungsindustrie, von Aufsichtsbehörden und Aktuarsvereinigungen. Die Herleitung der aktuariellen Annahmen basiert auf allgemein anerkannten aktuariellen Methoden. Umfassende Prozesse und inter- ne Kontrollen innerhalb des Risikokapital- und des Finanz­bericht­ erstattungssystems beziehen auch die Verwendung von Annahmen mit ein.1 ANWENDUNGSBEREICH Unser internes Risikokapitalmodell berücksichtigt die jeweils vor- herrschenden Risikokategorien Marktrisiko, Kreditrisiko, versiche- rungstechnisches Risiko, Geschäftsrisiko und operationelles Risiko (eine weitergehende Aufgliederung der Risikokategorien entnehmen Sie bitte dem Abschnitt „Quantifizierbare Risiken im internen Risiko- kapitalmodell“). Alle Geschäfts­bereiche sind sämtlichen oben genannten Risiken ausgesetzt – mit Ausnahme von „Asset Manage- ment“, das hauptsächlich mit Markt-, Kredit- und operationellen Risiken konfrontiert ist. Unser internes Risikokapitalmodell umfasst: −− alle unsere wesentlichen Versicherungsgeschäfte, −− unsere Vermögenswerte (einschließlich Anleihen, Hypotheken, Investmentfonds, Kredite, Aktien und Immobilien) und Verbind- lichkeiten (einschließlich der Run-off-Zahlungsströme unserer gesamten technischen Rückstellungen sowie Einlagen und emittierten Wertpapiere), −− für die Produkte der Lebens- und Krankenversicherung, Optio- nen und Garantien, die in Versicherungsverträge eingebettet sind, welche auch Regeln zur Beteiligung von Versicherungs­ kunden an auftretenden Gewinnen und Verlusten beinhalten.2 Im Asset Management stützt sich unsere Zuordnung der internen Risikokapitalanforderungen auf einen Ansatz, der – in Übereinstim- mung mit den voraussichtlichen Vorgaben von Solvency II – den regulatorischen Vorgaben des Sektors Rechnung trägt. Dabei werden kleinere operative Versicherungseinheiten mit unwesentlichen Aus- wirkungen auf das Risikoprofil des Konzerns durch lokale aufsichts- rechtliche Vorgaben abgebildet. Wir allokieren diese Kapitalanforde- rungen auf die Risikokategorien unseres internen Risikokapital- modells, was es uns ermöglicht, innerhalb unseres internen Risiko- kapitalrahmens das Risikokapital für alle Konzernbereiche konsistent zusammenzufassen. Internes Risikokapital im Zusammenhang mit unserem europä- ischenBankgeschäftwirdaufGrundlagedesAnsatzes,dervonBanken gemäß den aktuell gültigen lokalen Anforderungen im Hinblick auf die Basel-Regulierung (Basel II/III) angewandt wird, dem Geschäfts- 1 Weitere Informationen zum internen Kontrollsystem für Finanzberichterstattung finden sich im Kapitel „Kontrollen der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals“ ab Seite 134. 2 Weitere Informationen zum Lebensversicherungsgeschäft mit Gewinnbeteiligung finden sich unter Angabe 20 im Konzernanhang.

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