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Allianz Geschäftsbericht 2013

118 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern bereichCorporateundSonstigeszugerechnet.Dasichdieseslediglich auf rund 1,7 % (2012: 1,6 %) des gesamten internen Risikokapitals vor Diversifikation zwischen Risikokategorien beläuft, gehen wir auf das RisikomanagementfürdasBankgeschäftimFolgendennichtnäherein. EINSCHRÄNKUNGEN Unser internes Risikokapitalmodell ermittelt den potenziellen finan- ziellen Betrag, den wir „im schlimmsten Fall“, also unter besonders ungünstigen Bedingungen, auf einem bestimmten Konfidenzniveau verlieren könnten. Dabei besteht auf ein Jahr betrachtet jedoch die statistisch geringe Wahrscheinlichkeit von 0,5 %, dass die tatsäch­ lichen Verluste diese Schwelle auf Konzernebene überschreiten. Wir verwenden aus historischen Daten abgeleitete Modell- und Szenarioparameter (soweit verfügbar) für eine annähernde Darstel- lung möglicher künftiger Risikoereignisse. Sollten Marktbedingungen jedoch stark von bisherigen Entwicklungen abweichen – wie etwa bei einer bisher beispiellosen Krise – kann es sein, dass unser VaR-Ansatz zu hoch oder zu niedrig ist. Um die Abhängigkeit von historischen Daten zu reduzieren, vervollständigen wir unsere VaR-Analyse durch Stresstests. Die Genauigkeit unserer Modelle können wir nur einge- schränkt mit der tatsächlichen Entwicklung in der Vergangenheit vergleichen, da wir uns für ein hohes Konfidenzniveau von 99,5 % und eine einjährige Haltedauer entschieden haben und für bestimmte Versicherungsrisiken,wieNaturkatastrophen,nurbegrenztDatenzur Verfügungstehen.WeildasModell,sofernmöglich,historischeDaten verwendet, kann es nicht gleichzeitig mit denselben validiert werden. Stattdessen nehmen wir Sensitivitätsanalysen sowie unabhängige interne Prüfungen vor und lassen Modell und Parameter durch unab- hängige externe Beratungsfirmen prüfen – einschließlich der Metho- denfürdieParameterauswahlundderzugehörigenKontrollprozesse. Insgesamt sind wir der Meinung, dass unsere Maßnahmen zur Vali- dierung in dem Maße, in dem eine Validierung möglich ist, wirksam sind und unser Modell unsere Risiken angemessen bewertet. Wie bereits erwähnt, werden die Verbindlichkeiten aus dem Ver- sicherungsgeschäft im Sinne eines effektiven Risikomanagements durch Portfolios mit Standardfinanzmarktinstrumenten repliziert. Die Replikation ist abhängig von den zur Verfügung stehenden Repli- kationsinstrumenten und daher unter Umständen zu einfach bzw. zu restriktiv, um sämtliche Faktoren zu berücksichtigen, die sich auf den Wert der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft aus- wirken. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Verbindlichkeiten aufgrund unserer strengen Anforderungen an die Daten- und Prozess­ ­qualität insgesamt angemessen durch diese Replikationsportfolios dargestellt werden. Da unser erforderliches internes Risikokapital darauf abstellt, wiesichderZeitwertunsererVermögenswerteundVerbindlichkeiten ändert,mussdieserWertfürjedeeinzelnePositionbestimmt werden. Bei einigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten insbesondere in gestörten Finanzmärkten kann es jedoch schwierig sein, wenn nicht sogar unmöglich, einen aktuellen Marktpreis zu ermitteln oder aber den „Mark-to-Market“-Ansatz sinnvoll anzuwenden. Für bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwenden wir, sofern kein aktueller Marktpreis für dieses Instrument oder vergleich- bare Instrumente zur Verfügung steht, einen „Mark-to-Model“- Ansatz. Komplexe derivative Finanzinstrumente, etwa Derivate, die in strukturierte Finanztransaktionen eingebettet sind, werden durch standardisierte Derivate, die ihnen am ähnlichsten sind, abgebildet, da sie weder lokal noch auf Konzernebene ein signifikantes Volumen aufweisen. Die Genauigkeit des Wertansatzes hängt bei einigen unserer Verbindlichkeiten außerdem von der Qualität der Schätzung der versicherungstechnischen Zahlungsströme ab. Trotz dieser Ein- schränkungen halten wir die geschätzten Werte für angemessen. MODELLAKTUALISIERUNG IM JAHR 2013 Im Berichtsjahr haben wir die zentralen Risikokapitalmodelle für alle Risikokategorien stabil gehalten und lediglich die regulären Aktuali- sierungen der Positionen sowie der zugrunde liegenden Annahmen vorgenommen. Die einzige lokale Modellaktualisierung mit signifi- kanten Auswirkungen auf Konzernebene war die Einführung von Surplus Funds zusammen mit einer Going-Concern-Reserve bei der ­Allianz Lebensversicherungs-AG im Einklang mit den Solvency-II- Anforderungen und der durch die BaFin vorgeschlagenen Methodik. Die Modellaktualisierung erhöht das Risikokapital auf Konzernebene um 0,4 MRD € und wirkt sich am stärksten im Bereich Aktien- und Spreadrisiko aus. Interne Risikobewertung KONZENTRATION VON RISIKEN Als integrierter Finanzdienstleister mit einer breiten Produktpalette, diesichüberverschiedeneGeschäftsbereicheundRegionenerstreckt, ist Diversifikation für unser Geschäftsmodell von großer Bedeutung. Diversifikation unterstützt uns bei der effizienten Handhabung unserer Risiken, da sie den wirtschaftlichen Einfluss einzelner Ereig- nissebeschränkt.Zudemträgtsiezueineminsgesamtrelativstabilen Ertrags- und Risikoprofil bei. Daher sind wir stets bestrebt, unverhält- nismäßig große Einzelrisiken zugunsten eines ausgewogenen Risiko­ profils zu vermeiden. Auf Konzernebene identifizieren und messen wir die Konzentra- tionsrisiken generell über alle Geschäftsbereiche hinweg einheitlich auf Grundlage des internen Risikokapitals vor Diversifikation zwi- schen Risikokategorien. In den folgenden Abschnitten werden alle RisikenvorDiversifikationzwischenRisikokategoriendargestelltund die Konzentration einzelner Risikoquellen entsprechend benannt. In Bezug auf Anlagen werden Top-down-Indikatoren wie bei- spielsweise Vorgaben für die strategische Anlagestruktur definiert und sorgfältig überwacht – immer mit dem Ziel, die Ausgewogenheit der Anlagenportfolios zu wahren. Auf Grundlage des internen Risiko- kapitalmodells wurden auf Konzernebene für die Geschäftsbereiche

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