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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 119Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Lebens- und Krankenversicherung sowie Schaden- und Unfallver­ sicherung Limite für finanzielle Risiken eingerichtet und um Aktien- und Zinssensitivitätslimite ergänzt, um so die wirtschaftliche Kapital­ basis zu schützen. Zusätzlich zu geltenden lokalen aufsichtsrecht- lichen Vorschriften fordern die Konzernvorgaben von den operativen Einheiten, dass sie ihre Verbindlichkeiten im Wesentlichen wäh- rungskongruent mit den Vermögenswerten steuern und lokale Wäh- rungspositionen lediglich innerhalb von festgesetzten Limiten halten. Zudem werden Konzentrationen und Anhäufungen von nicht marktgetriebenen Risiken bereits auf Einzelbasis (also vor Berück- sichtigung des Diversifikationseffekts) im konzernweiten Limit­ system überwacht, um substanzielle Verluste aus unverhältnis­mäßig großen Einzelrisiken (zum Beispiel Naturkatastrophen- oder Kredit­ ereignisse) zu vermeiden. Als Maßnahme gegen Kreditkonzentrationen betreiben wir ein konzernweites System zur Steuerung von Länder- und Schuldner- gruppenlimiten (CRisP 1). Es beruht auf Daten, die von den Anlage- und Risikofunktionen sowohl auf Konzernebene als auch auf der Ebene der operativen Einheiten einheitlich verwendet werden. Zugleich liefert dieses System die Diskussionsgrundlage für Kredit- maßnahmen und stellt eine schnelle und umfassende konzernweite Kommunikation kreditrisikorelevanter Entscheidungen sicher. Klar definierte Prozesse gewährleisten, dass Risikokonzentrationen und die Auslastung von Limiten angemessen überwacht und gesteuert werden. Das Limitsystem überwacht das Konzentrationsrisiko gegen­ über Kontrahenten und berücksichtigt dabei das Risiko sowohl aus Schuldinstrumenten als auch aus Aktienpositionen. Die Bestimmung von Höchstwerten für Länder- und Schuldner- risiken (also das maximale Konzentrationslimit) aus Konzernsicht berücksichtigtdieGrößeunddieZusammensetzungdesPortfoliosdes ­AllianzKonzernsebensowiedieallgemeineRisikostrategieder­Allianz. In letzter Instanz ist der Vorstand für die Verabschiedung der Höchstgrenzen verantwortlich. Der Vorstand delegiert durch die klare Definition von Höchstgrenzen Befugnisse für die Festlegung und die Änderung von Limiten an das Group Risk Committee und den Group Chief Risk Officer. Alle Limite unterliegen, den delegierten Befug- ­nissen entsprechend, einer jährlichen Prüfung und Genehmigung. QUANTIFIZIERBARE RISIKEN IM INTERNEN RISIKOKAPITALMODELL Bei den quantifizierbaren Risiken, die im internen Risikokapital­ modellberücksichtigtwerden,handeltessichumMarkt-,Kredit-und Geschäftsrisiken sowie um versicherungstechnische und operatio- nelle Risiken. In den folgenden Abschnitten wird die Entwicklung dieser Risikokategorien im Berichtsjahr dargestellt. 1 Credit Risk Platform. Marktrisiko Ein grundlegender Bestandteil unseres Versicherungsgeschäfts ist es, Prämien von unseren Kunden einzunehmen und diese in eine Viel- zahl von Anlagen zu investieren. Zur Steuerung seiner Geschäfte hält und verwendet der ­Allianz Konzern daher die unterschiedlichsten Finanzinstrumente. Mit den daraus resultierenden Anlageportfolios decken wir letztlich die künftigen Ansprüche unserer Kunden. Darü- ber hinaus legen wir auch das für die Übernahme der versicherten Risiken erforderliche Eigenkapital an. Da der Wert unserer Anlage- portfolios von möglichen Veränderungen auf den Finanzmärkten abhängt, sind wir Marktrisiken ausgesetzt. Mit einer Reihe von Maßnahmen verringern wir die Auswirkun- gen solcher Finanzmarktbewegungen und gewährleisten zudem, dass die Anlagen eine angemessene Abdeckung der Verbindlich­ keiten gegenüber Versicherungsnehmern bieten. Dazu gehört zum Beispiel eine Aktiv-Passiv-Steuerung (Asset-Liability-Management), diesichaufdasinterneRisikomodellsystembeziehtundsowohlRisiko- als auch Ertragsgesichtspunkte aus unseren Versicherungsverträgen berücksichtigt. Zudem setzen wir selektiv Derivate ein, um entweder unser Portfolio gegen nachteilige Marktentwicklungen abzusichern oder zum Beispiel durch den Einsatz von Forwards oder Swaptions unserWiederanlagerisikozureduzieren.Danebenverwendenwirzur operativen Steuerung und Limitierung von Risiken ein Limitsystem, das sowohl globale Indikatoren, wie strategische Benchmarkport­ folios, als auch Limite mit höherem Detaillierungsgrad umfasst. Für die Lebens- und Krankenversicherung sowie die Schaden- und Unfallversicherung wird das Limitsystem individuell auf Konzern­ ebenedefiniert.EsberuhtaufverschiedenenRisikokennzahlen,unter anderem Financial-VaR-, Aktien- und Zinssensitivitäten sowie Anla- gebandbreiten im Verhältnis zu einem vom Vorstand genehmigten Benchmarkportfolio. Durch die Setzung von Limiten wird sicher­ gestellt, dass geltende aufsichtsrechtliche Vorschriften bezüglich der Kapitalanlagezusammensetzung des Konzerns berück­sichtigt wer- den. Das bedeutet: Sollten bestimmte Anlagen durch gesetzliche oder regulatorische Anforderungen auf ein bestimmtes Volumen, zum Beispiel einen vorgegebenen Prozentsatz aller Kapitalanlagen, beschränkt sein, so dürften auch unsere Vorgaben hinsichtlich der AnlagebandbreitendiesesVolumennichtüberschreiten.Diemeisten aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Kapitalanlagezusammen­ setzung bestehen auf lokaler Ebene; Bottom-up-Prozesse stellen ihre Einhaltung sicher. Basierend auf diesen Prozessen werden Richtlinien für den konzernweiten Einsatz von Finanzinstrumenten, zum Beispiel denEinsatzvonDerivaten,erstellt.DieEinhaltungderRichtlinienwird durch die jeweiligen Risiko- und Controlling-Einheiten überwacht. Darüber hinaus haben wir Standards für Absicherungsmaßnah- men definiert, die sich auf das Risiko des Konzerns aufgrund von in Lebensversicherungsprodukten eingebetteten Fair-Value-Optionen beziehen. Die operativen Einheiten der Lebens- und Krankenversiche­ rung, die solche Risiken tragen, sind verpflichtet, diesen Standards

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