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Allianz Geschäftsbericht 2013

120 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern zu folgen und eine bewusste Entscheidung über die Höhe der Absi- cherung zu treffen.1 Die Absicherung von Risiken, die aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten resultieren, ist ein weiteres Element zur 1 Weitere Informationen zur Risikokonzentration im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäfts finden sich unter Angabe 20 im Konzernanhang. effektiven Steuerung und Begrenzung von Risiken. So werden zum Beispiel zur Reduzierung des Kursrisikos bei bestimmten Invest- ments „protective puts“ eingesetzt.2 Die folgende Tabelle zeigt das konzernweite interne Risikokapital für Marktrisiken: 2 Weitere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente zu Absicherungszwecken finden sich unter Angabe 43 im Konzernanhang. ZUGEORDNETES INTERNES MARKTRISIKOKAPITAL NACH GESCHÄFTSBEREICH UND RISIKOQUELLE (GESAMTBESTAND VOR STEUERN UND ABZUG DER ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER) Vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien, mio € Zinssatz Credit Spread Aktien Immobilien Währung Summe Stand 31. Dezember 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Schaden-Unfall 735 402 976 1 309 924 768 752 880 282 574 3 669 3 933 Leben /Kranken 4 181 5 227 3 174 2 795 2 996 3 570 626 765 676 1 047 11 653 13 404 Asset Management  3 16 2 – 32 66 6 5 642 472 685 559 Corporate und Sonstiges  334 216 183 259 707 607 104 197 659 240 1 987 1 519 Konzern gesamt 5 253 5 861 4 335 4 363 4 659 5 011 1 488 1 847 2 259 2 333 17 994 19 415 Anteil am gesamtinternen Risikokapital für den Konzern 42,4 % 43,1 % Unser Marktrisikokapital vor Diversifikationseffekten zwischen Risiko­kategorien verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang, der im Wesentlichen auf Marktbewegungen zurückzuführen ist. Insbe- sondere das gestiegene Zinsumfeld und rückläufige Volatilitäten machten aufgrund verminderter Sensitivitäten von Optionen und Garantien unseren Geschäftsbereich der Lebens- und Krankenver­ sicherung zum Haupttreiber des Marktrisikorückgangs. Im Bereich des Aktienrisikos wurde eine erhöhte Risikoexponierung, bedingt durch zusätzliche Investments sowie gestiegene Aktienmärkte, durch verbesserte Absicherungsstrategien und eine erhöhte Beteili- gung der Versicherungsnehmer mehr als ausgeglichen. Insgesamt führte dies zu einem Rückgang des Aktienrisikos. Die folgende Tabelle zeigt die interne Kapitalquote in bestimm- ten Standardszenarien. Diese werden anhand realistisch möglicher Einzelbewegungen wesentlicher Marktparameter definiert – wobei alle anderen Parameter konstant gehalten werden – und haben Aus- wirkungen sowohl auf das verfügbare Kapital als auch das interne Risikokapital. auswirkungen finanzieller standardszenarien auf das verfügbare kapital (gesamtbestand vor abzug der anteile anderer gesellschafter und nach steuern und konzerndiversifikation) mio € Stand 31. Dezember 2013 2012 Interne Kapitalquote 222 199 Zinssätze: Anstieg um 1 % 230 220 Zinssätze: Rückgang um 1 % 194 177 Aktienpreise: Anstieg um 30 % 232 210 Aktienpreise: Rückgang um 30 % 210 188 Zinssätze: Rückgang um 1 % Aktienpreise: Rückgang um 30 % 182 165 Zinsrisiko Zinssätze können unter die in einigen Versicherungsmärkten des Geschäftsbereichs Lebens- und Krankenversicherung zugesagte Mindest­verzinsung sinken. Angesicht der langen Laufzeiten von Lebensversicherungsverträgen sind wir nicht zuletzt dann einem Zinsrisiko ausgesetzt, wenn fällige Wertpapiere wieder angelegt wer- den müssen, bevor der entsprechende Lebensversicherungsvertrag fällig ist. Ein wesentlicher Bestandteil unseres internen Risikokapi- talmodells ist es, diese Zusammenhänge von Anlagestrategie und unseren Kundenverpflichtungen angemessen abzubilden. Darüber hinaus ist unser Asset-Liability-Management eng mit dem internen Risikokapitalrahmen verknüpft: Ziel sind langfristige Anlageergeb- nisse, die über unsere Verpflichtungen aus Versicherungs- und Invest­ mentverträgen hinausgehen. Die Zinsrisiken spiegeln sich in den internen Risikokapitalergeb- nissen wider und werden über Zinssensitivitätslimite adressiert. Ein beträchtlicher Anteil des entsprechenden internen Risikokapitals vor Diversifikation zwischen Risikokategorien für Zinsrisiken entfällt in der Lebens- und Krankenversicherung auf Westeuropa – 80,2 % zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 79,8 %) –, und zwar überwie- gend zur Absicherung traditioneller Lebensversicherungsprodukte mit Garantien. Wir steuern das Zinsrisiko als Gesamtunternehmen: So werden in der Schaden- und Unfallversicherung Verbindlichkeiten üblicher- weise früher fällig als die der Kapitalanlagen, die sie decken. In der Lebens- und Krankenversicherung ist aufgrund der Langfristigkeit von Lebensversicherungsverträgen im Allgemeinen das Gegenteil der Fall. Dadurch entsteht auf Konzernebene teilweise eine natürliche Absicherung auf ökonomischer Basis.

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