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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 121Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Zum 31. Dezember 2013 betrug der Marktwert unserer zins­ sensitiven Kapitalanlagen (ohne Unit-linked-Geschäft) 457,3 MRD €.1 Dieser würde sich im Falle eines Zinsrückgangs bzw. -anstiegs um 100 Basispunkte um rund 32,7 MRD € erhöhen bzw. 29,7 MRD € verringern. Wie bereits dargestellt, beruht das Risiko in Bezug auf Zinsände- rungen auf der Tatsache, dass auf lange Sicht die erzielbaren Erträge unter Umständen nicht ausreichen, um die in den Versicherungsver- trägen garantierte Mindestverzinsung zu decken. Im Gegenzug kön- nen sich in einem steigenden Zinsumfeld aber auch Chancen daraus ergeben, dass die erzielbaren Erträge über den vertraglich garantier- ten Verzinsungen liegen. So ist, wie die obige Tabelle zeigt, im Falle eines Zinsanstiegs um 100 Basispunkte eine steigende Kapitalquote zu beobachten. Aktienrisiko Für gewöhnlich dienen die Aktienanlagen unserer operativen Ver­ sicherungsgesellschaften der Portfoliodiversifikation und der Erzie- lung attraktiver, langfristig erwarteter Renditen. Die entsprechenden Risiken werden durch Vorgaben für die strategische Portfoliostruktur sowie Anlagelimite kontrolliert und überwacht. Darüber hinaus unterliegen sie, zur Vermeidung unverhältnismäßig großer Konzen- trationsrisiken, dem CRisP. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Marktwert unserer Kapital­ anlagen (ohne Unit-linked-Geschäft) mit Sensitivität bezüglich der Entwicklungen an den Aktienmärkten 35,3 MRD €. Im Falle eines Rückgangs der Aktienkurse um 30 % würde sich der Marktwert um rund 9,3 MRD € reduzieren.2 Neben der Möglichkeit, unser Portfolio zu diversifizieren, bieten uns Anlagen in Aktienmärkte die Chance einer attraktiven Rendite. Als langfristig orientierter Investor gehen wir davon aus, auf lange Sicht eine gewisse Überrendite erzielen zu können. Risiken im Zusammenhang mit sich ändernden Aktienkursen werden meist mit fallenden Kursen und steigenden Volatilitäten gleichgesetzt. Steigen Aktienkurse hingegen, sind aber auch Chancen möglich. Die positive Auswirkung steigender Aktienkurse auf unsere Kapitalquote ist aus obiger Tabelle ersichtlich. Credit-Spread-Risiko Das Risiko, dass der Marktwert unserer festverzinslichen Wertpapiere – etwa Anleihen – wegen zunehmender Credit Spreads sinkt, wird in unserem internen System ebenfalls vollständig berücksichtigt. Bei unserem internen Risikomanagement und der Bestimmung unserer Risikoneigung tragen wir jedoch auch den wirtschaftlichen Bedin- gungenunseresGeschäftsmodellsRechnung.Dasheißt,dieTatsache, dass die Zahlungsströme unserer Verbindlichkeiten aus dem Versi- 1 Der angegebene Marktwert beinhaltet alle Investments, exklusive Unit-linked-Geschäft, deren Marktwert sensitiv auf Zinsbewegungen reagiert und basiert daher nicht auf bilanziell verwendeten Klassifikationen. 2 Der angegebene Marktwert beinhaltet alle Investments, exklusive Unit-linked-Geschäft, deren Marktwert sensitiv auf Bewegungen von Aktienmärkten reagiert und basiert daher nicht auf bilanziell verwendeten Klassifikationen. cherungsgeschäft sehr gut prognostizierbar sind, reduziert zu einem großen Teil das Risiko, diese Anleihen vor ihrer Fälligkeit mit Verlust veräußern zu müssen, und erlaubt es uns damit, die Anleihen bis zur Endfälligkeit zu halten. Aus diesem Grund kommt in unserem inter- nen Modell der Ansatz einer antizyklischen Prämie zur Anwendung. Als wesentlicher als das Credit-Spread-Risiko erachten wir das Kredit­ ausfallrisiko. Als langfristig orientierter Investor nutzen wir daher unseren Vorteil, in Anleihen mit einer Verzinsung über der risiko­ losen Zinsrate zu investieren und dadurch über die Laufzeit der Anleihe diese zusätzliche Ertragskomponente abzuschöpfen. Währungsrisiko Auf Ebene der operativen Versicherungsgesellschaften und des Kon- zerns wird das Währungsrisiko – mit Unterstützung durch Group Treasury and Corporate Finance – auf Grundlage eines Limitsystems für Fremdwährungspositionen überwacht und gesteuert. Das Wäh- rungsrisiko resultiert größtenteils aus dem ökonomischen Wert jener operativen Einheiten, die nicht in Euro berichten. Werden diese Währungen im Vergleich zum Euro abgewertet, so vermindern sich auch auf Konzernebene die Nettovermögenswerte in Euro. Immobilienrisiko AufgrundderimVerhältniszudengesamtenKapitalanlagengeringen Größe unseres Immobilienportfolios ist das Immobilienrisiko für den ­Allianz Konzern derzeit von nachrangiger Bedeutung. Zum 31. Dezember bezogen sich auf das Immobilienrisiko etwa 3,5 % (31. Dezember 2012: 4,1 %) des gesamten internen Risikokapitals vor Diversifikation zwischen Risikokategorien. Kreditrisiko Der ­Allianz Konzern überwacht und steuert Kreditrisiken und Kredit- konzentrationen mit dem Ziel, seinen Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern bei Fälligkeit stets nachkommen zu können. Zugleich streben wir angemessene Kapital- und Solvabilitätspositio- nen sowohl für die operativen Einheiten als auch für den Konzern an. In diesem Sinne nutzen wir das konzernweite CRisP (siehe dazu Abschnitt „Konzentration von Risiken“). Konzernweite Kreditdaten werden anhand eines zentralisierten Prozesses und unter Verwen- dung standardisierter Schuldner- und Schuldnergruppenzuordnun- gen erfasst. Das Kreditrisiko bemisst den potenziellen Wertverlust des Port- folios durch Verschlechterung der Bonität eines Schuldners (Migra- tionsrisiko) bzw. die Unfähigkeit oder Unwilligkeit des Kontrahenten, vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen (Ausfallrisiko). Kreditrisiken unterscheiden wir nach Kontrahentenrisiken und Länderrisiken. Kontrahentenrisiken ergeben sich aus unseren fest- verzinslichen Wertpapieren, Sichteinlagen, Derivaten, strukturierten Transaktionen, Forderungen gegenüber ­Allianz Vertretern und sons- tigen Schuldnern sowie aus Rückversicherungsforderungen und

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