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Allianz Geschäftsbericht 2013

122 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Verpflichtungen aus der Kreditversicherungstätigkeit.1 Das Länder­ risiko bezieht sich speziell auf Kontrahenten mit grenzübergreifen- den Zahlungsverpflichtungen für alle ausländischen Schuldner der jewei­ligen operativen Einheit. Das interne Kreditrisikokapitalmodell ist ein Verfahren, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht und eine detaillierte Analyse der Ergebnisse ermöglicht. Das Modell berücksichtigt die wichtigsten Risikoquellen eines Investments, wie die Forderungshöhe bei Ausfall, das Rating, den Rückzahlungsrang, Sicherheiten und Laufzeit. Wei- tere schuldnerspezifische Parameter sind die Bonitätsänderungs- wahrscheinlichkeiten sowie Korrelationen der Vermögenswertände- rungen der Kontrahenten, die die Abhängigkeiten im Portfolio abbilden. Ratings werden den einzelnen Kontrahenten durch einen internen Ratingansatz zugeordnet, der zusätzlich zu den langfristigen Agentur-Ratings auch dynamische Änderungen von marktwertindu- zierten Ratings und von weiteren qualitativen Faktoren berücksichtigt. Das Verlustprofil eines bestimmten Portfolios wird durch eine Monte-Carlo-SimulationunterBerücksichtigungderAbhängigkeiten und der Kreditkonzentrationen je Obligor oder Geschäftsbereich ermittelt. Um portfoliospezifische Diversifikationseffekte zu berück- sichtigen, werden diese Verlustprofile auf unterschiedlichen Ebenen der ­Allianz-Konzernstruktur berechnet (vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien). Danach werden sie zusammen mit anderen Risikokategorien in das allgemeine interne Risikokapital- modell mit einbezogen, um daraus das diversifizierte interne Kredit- risikokapital des Konzerns abzuleiten. Zugeordnetes internes Kreditrisikokapital nach Geschäftsbereich (Gesamtbestand vor Steuern und Abzug der Anteile anderer Gesellschafter) Vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien, in MIO € Stand 31. Dezember 2013 2012 Schaden-Unfall 1 881 2 144 Leben/Kranken 3 591 4 127 Asset Management 169 119 Corporate und Sonstiges 277 671 Internes Kreditrisikokapital – Konzern insgesamt 5 918 7 061 Anteil am internen Risikokapital des Konzerns 14,0 % 15,7 % 1 Engagements in Staatsanleihen der Mitgliedsländer der OECD und der Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EEA) werden in der Kategorie „Kreditrisiko“ unseres internen Systems als „risikofrei“ abgebildet, sofern die Anleihen in der jeweiligen Landeswährung begeben werden. Damit folgen wir der EIOPA-Empfehlung zu Level 2 der Solvency II betreffenden Durchführungsverordnung. Weitere Informa- tionen zu Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern, Vermittlern und Rückversicherungen finden sich unter Angabe 13 des Konzernabschlusses. Der interne Kapitalbedarf für Kreditrisiken auf Konzernebene ver- zeichnete einen Rückgang aufgrund des sich stabilisierenden Boni- tätsumfelds sowie eines aktiven Portfoliomanagements, welches daraufausgerichtetist,dieRisikodiversifikationzwischenSchuldnern weiter zu verbessern. Zudem führte der Abbau von Positionen ohne Investment-Grade-Rating sowie die Veräußerung strategischer Invest- ments in den Geschäftsbereichen Lebens- und Krankenver­sicherung sowieCorporateundSonstigeszueinemRückgangdesRisiko­kapitals. Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Kreditrisikokapi- tals für bestimmte Kreditszenarien: Verschlechterung der Kredit­ würdigkeit – gemessen an der Herabstufung des Emittenten-Ratings 2 – und Rückgang von Verwertungsquoten im Falle eines Zahlungsaus- falls (Verlustquote bei Ausfall). Die Sensitivitäten werden ermittelt, indem jedes Szenario für jede einzelne ausfallrisikobehaftete Einzel- position durchgespielt wird, wobei alle anderen Parameter jeweils konstant gehalten werden.3 Auswirkungen bestimmter Kreditszenarien auf das interne Risikokapital1 Vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien, in MIO € Total Stand 31. Dezember 2013 2012 Ausgangsszenario 5 918 7 061 Herabstufung um 1 Notch 7 062 8 349 Herabstufung um 2 Notches 8 404 9 879 Anstieg der Verlustquote bei Ausfall um 10 % 6 333 7 597 1 Ein Notch ist eine Ratingstufe auf der Bewertungsskala der verschiedenen Ratingklassen, wie „AA+“, „AA“, „AA-“ auf der Skala von Standard & Poor’s oder „Aa1“, „Aa2“, „Aa3“ auf der Skala von Moody’s. Der größte Teil des Kreditrisikokapitalbedarfs und der Auswirkungen derdargestelltenSzenarienistEmittentenzuzuordnen,dievorrangige ungesicherteAnleihenbegebenoderübereinniedrigeresInvestment­ Grade-Rating verfügen. Die folgende Tabelle zeigt unterschiedliche Quellen des Kredit­ risikos der ­Allianz: 2 Für die Kreditrisikokapitalberechnung werden Emittenten-Ratings im Gegensatz zu Emissions- (Instrumenten-)Ratings herangezogen. Der Unterschied zwischen Emissions- und Emittenten-Ratings resultiert vorwiegend aus Besicherung sowie Rangstellung und spiegelt sich in der Ausfallquote (LGD) wider. 3 Szenarien werden ausschließlich für Investments und Rücksicherungsforderungen in Portfolios von ope- rativen ­Allianz Gesellschaften angewendet.

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