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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 127Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Zugeordnetes internes Geschäftsrisikokapital nach Geschäftsbereich (Gesamtbestand vor Steuern und Abzug der Anteile anderer Gesellschafter) Vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien, in MIO € Stand 31. Dezember 2013 2012 Schaden-Unfall 992 1 020 Leben/Kranken 3 743 3 424 Asset Management – – Corporate und Sonstiges – – Internes Geschäftsrisikokapital – Konzern insgesamt 4 735 4 444 Anteil am internen Risikokapital des Konzern 11,2 %  9,9 % Der gesamte konzerndiversifizierte interne Kapitalbedarf für das Geschäftsrisiko ist im Jahr 2013 nahezu stabil geblieben. Kleine Ände- rungen insbesondere in der Lebens- und Krankenversicherung resul- tierten überwiegend aus der Veränderung des Geschäftsvolumens und zugrunde liegender Annahmen. Vergleichbar den versicherungstechnischen Risiken führt eine positive Abweichung von den zugrunde liegenden Parametern zu zusätzlichen Erträgen. Beispielsweise resultieren geringere Aufwen- dungen als geplant im Schaden- und Unfallgeschäft in einer verbes- serten Schaden-Kosten-Quote. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen Verluste, die aus unzureichenden oder fehlerhaften internen Betriebsabläufen, Fehlern von Mitarbeitern oder Systemen oder externen Ereignissen resultieren. Operationelle Risiken umfassen rechtliche Risiken und Compliance-Risiken – stra- tegische Risiken und Reputationsrisiken zählen jedoch nicht dazu. Das operationelle Risiko ist im Jahr 2013 nahezu stabil geblieben. Kleine Veränderungen resultieren aus einer verfeinerten Abdeckung von Risiken. Die ­Allianz hat ein konzernweit konsistentes Risikomanage- mentsystem entwickelt, durch das operationelle Risiken in allen Geschäftsbereichen frühzeitig erkannt und gesteuert werden kön- nen. In diesem System, das in den großen operativen Geschäftsein- heiten angewandt wird, sind Aufgaben und Zuständigkeiten sowie Risikoprozesse und Methoden verbindlich definiert. Für die entspre- chende Umsetzung sind jeweils die örtlichen Risikomanager zustän- dig. Die Gesellschaften identifizieren und bewerten ihre operationel- len Risiken und überwachen Schwachstellen auf Basis einer strukturierten Selbsteinschätzung. Ergänzend werden Verluste aus dem operationellen Risiko durch alle unsere operativen Geschäfts- einheiten in einer zentralen Datenbank gespeichert. Fallen hohe Verluste an, analysieren wir die Ursachen, um der Geschäftsleitung und den operativen Einheiten zeitnah umfangreiche Informationen mit dem Ziel zur Verfügung stellen zu können, solche Verluste künftig zu vermeiden oder sie zumindest zu verringern. Zugeordnetes internes Risikokapital für operationelle Risiken nach Geschäftsbereich (Gesamtbestand vor Steuern und Abzug der Anteile anderer Gesellschafter) Vor Diversifikationseffekten zwischen Risikokategorien, in MIO € Stand 31. Dezember 2013 2012 Schaden-Unfall 1 268 1 287 Leben/Kranken 917 914 Asset Management 586 576 Corporate und Sonstiges 385 249 Internes operationelles Risikokapital – Konzern insgesamt 3 156 3 026 Anteil am internen Risikokapital des Konzerns 7,4 % 6,7 % Der ­Allianz Konzern und seine operativen Einheiten sind bei schwer- wiegenden Störungen oder Katastrophen, die eine bedeutende Unterbrechung für das Arbeitsumfeld sowie für Einrichtungen und Personalmitsichbringenkönnen,einemwesentlichenoperationellen Risiko ausgesetzt. Unser Business-Continuity-Management-System (BCM)zieltdaraufab,kritischeGeschäftsfunktionenentsprechendzu schützen, damit diese beispielsweise auch im Katastrophenfall ihre Kernaufgaben im vorgegebenen Zeitrahmen und den erforderlichen Qualitätsstandards entsprechend erfüllen können. BCM-Aktivitäten und -Know-how werden stetig verbessert und sind unerlässlicher Bestandteil unserer Risikomanagementprozesse. Konzernweite Mindestsicherheitsstandards für IT-Systeme stel- len die ordnungsgemäße Nutzung und den Schutz des Informations- bestands des Konzerns sicher. Ferner zielt unser internes Kontrollsys- tem darauf ab, operationelle Risiken bei der Finanz­­bericht­erstattung zu verringern.1 Grundsätzlichsindwirimmerbestrebt,Prozessversagendadurch zu verhindern, dass wir relevante Methoden, Vorgehensweisen, Struk- turen und Prozesse konzernweit klar dokumentieren und kommuni- zieren. Dies entspricht auch einem wesentlichen Prinzip der ­Allianz Group Risk Policy. Durch Messung des operationellen Risikos und der weiteren Ent- wicklung von Maßnahmen, die die zugrunde liegenden Ursachen adressieren, sehen wir Möglichkeiten, unsere operationellen Risiken zu reduzieren. Sonstige Risiken Es gibt bestimmte Risiken, die mit unserem internen Risikokapital- modell konzernweit nicht hinreichend quantifiziert werden können. Um diese Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen, verfolgen wir einen systematischen Risikobewer- tungsansatz. Grundsätzlich stützt er sich auf qualitative Kriterien oderSzenario-Analysen.ZudenwichtigstensonstigenRisikenzählen das strategische Risiko, das Liquiditäts- und das Reputationsrisiko. 1 Weitere Informationen zum internen Kontrollsystem für Finanzberichterstattung finden sich im Kapitel „Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals” ab Seite 134.

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