Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2013

130 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Aufsichtsrat und Vorstand In unserem Risk-Governance-System nehmen Aufsichtsrat und Vor- stand der ­Allianz SE bestimmte Aufgaben wahr – sowohl auf der direkten Ebene der ­Allianz SE als auch auf Konzernebene. Dabei stehen ihnen verschiedene Fachausschüsse unterstützend zur Seite. Einige Beispiele: Aufsichtsrat Der Risikoausschuss überwacht die Wirksamkeit unseres Risikoma- nagement- und Risikoüberwachungssystems. Zudem befasst er sich mit risikorelevanten Entwicklungen sowie allgemeinen und beson- deren Risiken. Vorstand Der Vorstand legt die geschäftspolitischen Ziele fest und leitet davon eine konsistente Risikostrategie ab. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind in der ­Allianz Group Risk Policy ­verankert und wurden als solche vom Vorstand genehmigt. −− Das Group Capital Committee unterstützt den Vorstand mit Empfehlungen hinsichtlich der Risikostrategie und der Zuwei- sung von Kapital und Limiten. −− Das Group Risk Committee definiert die Risikostandards und ist die maßgebliche Instanz für die Festlegung von Limiten in dem vom Vorstand eingerichteten System. −− Das Group Finance Committee wurde vom Vorstand mit der Überwachung der Investment- und Finanzierungstätigkeit beauftragt. Diese Aufgabe umfasst unter anderem die Genehmi- gung von Transaktionen, die für die ­Allianz SE und Gesellschaften des ­Allianz Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind. Allgemeine Risikoorganisation und Aufgabenverteilung im Risikomanagement Ein umfassendes Risk-Governance-System zeichnet sich durch ein­ heit­liche Standards für die Organisationsstruktur, Risikostrategie, schrift­lichniedergelegtenRichtlinien,Limitsysteme,Dokumentation und Berichterstattung aus. Diese Standards sorgen für eine präzise und zeitnahe Verbreitung risikobezogener Informationen. Sie sind auch die Grundlage für einen disziplinierten Ansatz bei Entscheidun- gen und deren Umsetzung – sowohl auf globaler als auch lokaler Ebene. Im Allgemeinen sind es die Geschäftsleiter der lokalen operati- ven Einheiten und unserer Investment-Management-Einheiten, die in vorderster Reihe stehen und die Verantwortung für Risiken und Ergebnisse ihrer Entscheidungen tragen. Erst danach folgen unsere unabhängigen globalen Risikoüberwachungsfunktionen, vertreten durch unsere Fachbereiche Risk, Compliance und Legal. Die dritte Reihe schließlich bildet Audit; diese Unternehmensfunktion über- prüft unabhängig und regelmäßig die Implementierung der Risiko- organisation, die Beachtung der Risikoprinzipien, die Qualität der Risikoprozesse sowie die Einhaltung der Unternehmensrichtlinien inklusive des internen Kontrollsystems. Group Risk Group Risk wird durch den Group Chief Risk Officer geleitet und berichtet an das für den Bereich Finance, Controlling, Risk verant- wortliche Vorstandsmitglied. Group Risk unterstützt die genannten Ausschüsse des ­Allianz Konzerns, die für die Risikoüberwachung zuständig sind, zum einen durch die Analyse und Weitergabe von Informationen, die für das Risikomanagement relevant sind, zum anderen durch Fördern der Kommunikation und die Umsetzung von Ausschussentscheidungen. Daneben ist Group Risk operativ beispielsweise für die Über­ wachungderLimiteundderspezifischenKonzentrationsrisikenüber alle Geschäftsbereiche hinweg verantwortlich, wobei der Fokus auf Naturkatastrophen-, Finanzmarkt- und Kontrahentenrisiken liegt. Zudem sorgt Group Risk als unabhängige Instanz dafür, dass jede operative Einheit ein ihr angemessenes Risikomanagement­ system einsetzt. Zu diesem Zweck entwickelt Group Risk ein konzern- weit gültiges Risikomanagementsystem und überwacht die Einhal- tungderkonzernweitenMindeststandardsfürVerfahrenundProzesse. Group Risk stärkt und fördert überdies das Risikonetzwerk des Konzerns durch die regelmäßige und enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung unserer operativen Einheiten und den dortigen Schlüsselbereichen wie etwa den jeweiligen lokalen Finanz- und Kapitalanlagebereichen, der Risikofunktion und dem Aktuariat. Ein starkes konzernweites Risikonetzwerk ermöglicht es uns, Risiken frühzeitig zu erkennen und das Management darauf aufmerksam zu machen. Operative Einheiten Die operativen Einheiten (OE) sind für ihr Risikomanagement selbst verantwortlich. Dazu gehört die Einhaltung externer Vorschriften (zum Beispiel lokaler Aufsichtsbehörden) sowie unserer internen konzernweiten Standards. Der Vorstand einer operativen Einheit ist dafür verantwortlich, dass die jeweilige OE-Risikostrategie im jährlichen Strategie- und Planungsdialog mit dem Konzern festgelegt und genehmigt wird und die operative Einheit dieser Risikostrategie folgt. Alle Leitungsorgane der Geschäftsbereiche mit direkter Ergeb- nisverantwortung(dasheißt invordersterReiheverantwortlichebzw. „risikozeichnende Einheiten“) sind für das aktive Risiko- und Ertrags- management verantwortlich, und zwar unter Berücksichtigung ­festgelegter Limite und des OE-Risikomanagementsystems. Falls notwendig, werden sie im proaktiven Risikomanagement von den Funktionen in zweiter und dritter Reihe unterstützt.

Seitenübersicht