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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 131Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Darüber hinaus ist jede operative Einheit verpflichtet, eine eigene, von ihrer Geschäftsleitung unabhängige Risikofunktion einzurichten. Diese untersteht der Aufsicht des Chief Risk Officers der jeweiligen operativen Einheit, der für die allgemeine Überwachung der OE-Risiko­ funktion zuständig ist. Zudem werden sowohl der Vorstand als auch der Chief Risk Officer dieser operativen Einheit von einem OE-Risiko- ausschuss unterstützt, der im Wesentlichen die Risiko-Con­trolling- Funktionen innerhalb der operativen Einheit wahrnimmt. Im Sinne eines intensiven Risikodialogs zwischen Konzern und operativen Einheiten ist Group Risk in den jeweiligen Risikoausschüssen ver­ treten. Sonstige Funktionen und Organe Group Risk und die OE-Risikofunktion werden überdies durch die Fachbereiche Compliance und Legal ergänzt, die sowohl auf der Ebene des Konzerns als auch der operativen Einheiten eingerichtet wurden. Sie sind wesentliche Elemente der zweiten Reihe. Group Legal und Compliance haben die Aufgabe, Rechtsrisiken zu mindern, und werden dabei von anderen Fachbereichen unter- stützt. Rechtsrisiken erwachsen aus Gesetzesänderungen, Rechts- streitigkeiten, aufsichtsrechtlichen Verfahren und Vertragsklauseln, die nicht eindeutig oder für Gerichte unterschiedlich interpretierbar sind. Unter Compliance-Risiko versteht man das Risiko rechtlicher oder regulatorischer Sanktionen, eines erheblichen finanziellen Ver- lustes oder eines Ansehensverlustes für ein Unternehmen, wenn es gegen anwendbare Gesetze, Bestimmungen und Verwaltungsvor- schriften verstößt. Group Legal und Compliance verfolgen das Ziel sicherzustellen, dass Änderungen gesetzlicher und aufsichtsrecht­ licher Anforderungen beobachtet werden und angemessen auf anstehende Gesetzesänderungen sowie neue Entwicklungen in der Rechtsprechung reagiert wird. Zudem werden für Geschäfts­ abschlüsseund-prozesserechtlichangemesseneLösungenerarbeitet und der Konzern in Rechtstreitigkeiten vertreten. Group Legal und Compliance sind darüber hinaus für das Integritätsmanagement verantwortlich, mit dem der ­Allianz Konzern sowie seine operativen Einheiten und Mitarbeiter vor aufsichtsrechtlichen Risiken geschützt werden sollen. Das Global Issues Forum (GIF) unterstützt den Konzern dabei, langfristige Trends zu bewerten und frühzeitig Veränderungen in unserem Risikoumfeld zu erkennen. In der Emerging-Risk-Initiative des Chief Risk Officer Forum ist die ­Allianz ein engagiertes Mitglied. Hier beobachten wir gemeinsam mit den Chief Risk Officers anderer führender europäischer Versicherungsgesellschaften und Finanz- konglomerate branchenweite Risiken und schärfen so das Bewusst- sein für wesentliche Risiken in der Versicherungsbranche. Prioritäten des Risikomanagements für das Jahr 2014 Unser Ziel für 2014 ist es, das hohe Niveau unserer Standards zu erhalten und unsere Arbeit in den Bereichen Risikomanagement und -controlling Tag für Tag konsequent fortzuführen. Daneben haben wir uns folgende weitere Schwerpunkte vorgenommen: Erstens wollen wir unsere Richtlinien für die operative Steue- rung unseres Geschäfts weiterentwickeln und verbessern. Dabei pro- fitieren wir von den jüngsten Erfahrungen mit den Unsicherheiten an den Finanzmärkten, insbesondere bei staatlichen Schuldinstru- menten, und den Unwägbarkeiten des anhaltenden Niedrigzins­ umfelds. Zudem werden wir die Komitee-Struktur dahingehend anpassen, unsere Risikoorganisation weiter zu stärken und einen effizienten Prozess für risikorelevante Entscheidungen zu fördern. Insbesondere werden wir in diesem Zusammenhang das Group Risk Committee und das Group Finance Committee zu dem neuen Group Finance and Risk Committee zusammenlegen. Außerdem werden die Aufgaben des Group Capital Committee erweitert, um Entschei- dungsprozesse zu beschleunigen. An zweiter Stelle stehen die Vorbereitungen für die Bewerbung zur Nutzung unseres internen Modells unter Solvency II. In diesem Sinne werden wir uns weiterhin aktiv in den Vorab-Genehmigungs- prozess für Solvency II der entsprechenden europäischen Aufsichts- behörden einbringen. Wir werden unser internes Risikokapital­ modell und unsere Risikoprozesse soweit notwendig an die sich kontinuierlich weiterentwickelnden Solvency-II-Standards anpassen, um diese dann in vollem Umfang zu erfüllen. Dabei berücksichtigen wir die Unsicherheit bezüglich der finalen Implementierungsvor- schriften und ihrer Interpretation: So erwarten wir zum einen eine Überarbeitung der angewandten Restriktionen hinsichtlich der Transferierbarkeit von Eigenmitteln innerhalb des Konzerns. Zum anderen dürfte die Illiquiditätsprämie durch das sogenannte „Vola- tility Adjustment“ ersetzt werden, das bei der Bewertung versiche- rungstechnischer Rückstellungen im Lebensversicherungsgeschäft zum Tragen kommt. Daneben werden auch die Ansätze zur Ermitt- lung des Kredit- und Credit-Spread-Risikos sowie der Aggregations- ansatz überarbeitet. Sämtliche Anpassungen werden potenziell unsere Solvabilität beeinflussen, die aus unserem internen Modell abgeleitet wird. Drittens wollen wir sicherstellen, dass wir die zusätzlichen Anforderungen für G-SIIs erfüllen, wobei 2014 der Fokus auf der Ent- wicklung eines Krisenplans liegt.

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