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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht, Kontrollen und Verfahren 113 Risiko- und Chancenbericht 134 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 135Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Kontrolle des Risikokapitals Da unsere interne Risikokapitalbestimmung ökonomische Faktoren einbezieht, die in den bilanziellen Größen nicht vollständig widerge- spiegelt sind, haben wir – ähnlich zu unserem ICOFR-Rahmenwerk – zusätzlich ein solides und umfassendes Kontrollkonzept für Risiko­ kapitalbestimmung und -aggregation erstellt. Hierfür haben wir weitere Kontrollen in unsere Berichterstattungsprozesse aufgenom- men, um sicherzustellen, dass die zusätzlichen Schätzungen ange- messen überprüft werden. Diese Kontrollen umfassen die unabhängige Validierung der Modelle und Annahmen sowie den fortlaufenden Vergleich von Annahmen und Methoden zum Markt und/oder zu vergleichbaren Unternehmen. Annahmen, die wir nicht aus Marktdaten ableiten können, plausibilisieren wir auf Basis des Vorgehens anderer Versi- cherer oder Aktuarsvereinigungen sowie gemäß den Empfehlungen von Aufsichtsbehörden. Im Jahr 2013 haben wir die internen Kontrollmechanismen für die Berechnung des internen Risikokapitals unter Beachtung der erwarteten Solvency-II-Vorgaben weiterentwickelt. Angesichts der Entwicklung von Solvency II und seiner Anforderungen setzen wir diesen Optimierungsprozess kontinuierlich fort. Geltungsbereich des ICOFR fallen, sowie in einer Liste der wesentlichen Konten erfasst. Neben der quantitativen ICOFR- BerechnungberücksichtigenwirauchqualitativeKriterien,etwa die erwartete Zunahme des Geschäftsvolumens, die von ver- schiedenen Zentralressorts sowie von Group Audit und Wirt- schaftsprüfern benannt werden. −− Unsere Einheiten vor Ort haben dann die Aufgabe, jene Risiken zu identifizieren, die zu wesentlichen finanziellen Falschdarstel- lungen führen können. Dabei berücksichtigen sie alle möglichen relevanten Ursachen (insbesondere menschliche Verarbei- tungsfehler, Betrug, Systemschwächen, externe Faktoren usw.). Nach der Identifizierung und Analyse der Risiken werden die potenziellen Auswirkungen und die Eintrittswahrscheinlichkei- ten beurteilt. −− Im Finanzberichterstattungsprozess führen wir präventive und aufdeckende Schlüsselkontrollen durch, um die Wahrscheinlich- keit und die Auswirkungen finanziell falscher Darstellungen zu reduzieren. Tritt ein potenzielles Risiko tatsächlich ein, werden Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkung dieser Falschdarstel- lungen zu reduzieren. Da die Finanzberichterstattung in hohem Maße von Systemen der Informationstechnologie abhängig ist, führen wir auch IT-Kontrollen durch. −− Kontrollen müssen sowohl angemessen konzipiert sein als auch wirksam umgesetzt werden. Daher haben wir für Komponenten des internen Kontrollsystems – etwa Prozesse, zugehörige Schlüssel­kontrollen und deren Durchführung – im gesamten Konzern durchgängige Dokumentationen vorgeschrieben. Wir unterziehen unser Kontrollsystem einer jährlichen Bewertung, um dessen Wirksamkeit zu erhalten und kontinuierlich zu ver- bessern. Group Audit und die internen Revisionsabteilungen vor Ort stellen zudem sicher, dass die Qualität unseres internen Kontrollsystems regelmäßig überprüft wird, um dessen Ange- messenheit und Wirksamkeit zu gewährleisten. Die interne Revision stützt sich hierbei auf einen umfassenden risikobasier- ten Ansatz, der die Schlüsselkontrollen der internen Verfahren und Prozesse des Unternehmens ganzheitlich bewertet und dabei unter anderem auch die lokalen und konzernweiten inter- nen Kontrollen der Finanzberichterstattung mit einbezieht. Governance Der Vorstandsvorsitzende und das für Finance, Controlling and Risk zuständige Vorstandsmitglied der ­Allianz SE sind für die Vollständig- keit, Richtigkeit und Verlässlichkeit des Konzernabschlusses verant- wortlich. Dabei werden sie von den zuständigen Zentralressorts, vom Group Disclosure Committee und von den operativen Einheiten unterstützt. Aufgabe des Group Disclosure Committee ist es, die entspre- chenden Vorstandsmitglieder über alle wesentlichen Entwicklungen zu informieren, die unsere Offenlegungspflichten betreffen könnten. Darüber hinaus gewährleistet das Komitee auch die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen in Geschäfts- und Zwischen­be­ richten. Das Gremium trifft sich vierteljährlich, jeweils vor Ver­öffent­ lichung der Finanzberichte. Die Tochtergesellschaften sind innerhalb unseres Kontrollsys- tems dafür verantwortlich, dass unsere internen Kontrollrichtlinien konzernweit eingehalten und vergleichbare lokale Disclosure Com- mittees eingerichtet werden. Die Vorstandsvorsitzenden (CEOs) und Finanzvorstände (CFOs) der operativen Einheiten bestätigen dem Vorstand der ­Allianz SE regelmäßig die Wirksamkeit ihrer jeweiligen internen Kontrollsysteme sowie die Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit der an die Holding übermittelten Finanzdaten. Weitere Kontrollmechanismen Wir sind davon überzeugt, dass ein leistungsstarkes internes Kon­ trollsystem wichtig ist, um unser Unternehmen erfolgreich zu führen und das Vertrauen unserer Stakeholder zu stärken. Neben ICOFR haben wir beispielsweise verbesserte interne Kontrollmechanismen für die „Market Consistent Embedded Value“ (MCEV)-Berichterstat- tung innerhalb unserer größten operativen Einheiten im Lebensver- sicherungsgeschäft eingeführt.

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