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Allianz Geschäftsbericht 2013

148 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Barsicherheiten, die im Zusammenhang mit Wertpapierleihgeschäf- ten hereingenommen werden, werden zusammen mit einer entspre- chenden Verbindlichkeit angesetzt, während Wertpapiere, die als Sicherheit hereingenommen werden, nicht angesetzt werden, solan- ge die wesentlichen mit den Wertpapieren verbundenen Risiken und Chancen nicht übertragen wurden. Für Repo-Geschäfte wird der erhaltene Verkaufspreis unter Ver- bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ausgewiesen. Zinsaufwand aus Repo-Geschäften wird über die Laufzeit abgegrenzt undalsZinsaufwandangesetzt.WennimZusammenhangmitReverse-­ Repo-Geschäften alle mit dem Wertpapier verbundenen Chancen und Risiken während der gesamten Laufzeit des Geschäfts im Wesentlichen beim Veräußerer bleiben, werden die Wertpapiere nicht als Vermögenswerte ausgewiesen. Der gezahlte Kaufpreis wird unter Forderungen an Kreditinstitute und Kunden ausgewiesen. Zin- sen aus Reverse-Repo-Geschäften werden erfolgswirksam über die Laufzeit abgegrenzt und unter Zinserträge und ähnliche Erträge aus- gewiesen. Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften muss der ­Allianz KonzerngrundsätzlicheineBarsicherheitbeimVerleiherhinterlegen. Die gezahlten Entleihgebühren werden unter Zinsaufwendungen ausgewiesen. Wertminderungen von bis zur Endfälligkeit gehaltenen und jederzeit veräußerbaren Wertpapieren sowie von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden Wertminderungen auf festverzinsliche Wertpapiere, die bis zur End- fälligkeit gehalten werden oder jederzeit veräußerbar sind, sowie auf Kredite werden dann ergebniswirksam erfasst, wenn objektive Hin- weise vorliegen, dass zwischen der erstmaligen Erfassung des Wert- papiers und dem aktuellen Konzernbilanzstichtag ein Verlustereig- nis eingetreten ist, das die erwarteten Zahlungsströme reduziert, das heißt, wenn aus den Vertragsbedingungen des Wertpapiers hervor- gehende Ansprüche als uneinbringlich erachtet werden müssen. FallsbeieinemjederzeitveräußerbarenfestverzinslichenWertpapier eine Wertminderung vorliegt, wird der entsprechende kumulierte Verlust in Höhe der Differenz zwischen den fortgeführten Anschaf- fungskosten des Wertpapiers und dem aktuellen Fair Value in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Weitere Rückgänge des Fair Value werden direkt im Eigenkapital (OCI) erfasst, es sei denn, es gibt ein erneutes Verlustereignis, das den Wertrückgang verursacht hat. Falls sich in Folgeperioden der Fair Value infolge eines nach Erfas- sung der Wertminderung eingetretenen Sachverhalts erhöht, wird eine Wertaufholung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrech- nung vorgenommen. Die Rücknahme der Wertminderung entspricht dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Wertminderungs- verlust und dem darauffolgenden Anstieg des Fair Value. Bei bis zur EndfälligkeitgehaltenenfestverzinslichenWertpapierenundKrediten wird der Wertminderungsverlust in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zah- lungsströme, abgezinst mit dem ursprünglichen effektiven Zinssatz, erfasst. Erhöht oder verringert sich die Wertminderung bei einem bis zur Endfälligkeit gehaltenen festverzinslichen Wertpapier oder einem Kredit in folgenden Berichtsperioden aufgrund eines Ereignis- ses, das auf einen nach der Erfassung der Wertminderung eingetre- tenen Sachverhalt zurückzuführen ist, wird eine Wertaufholung in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Innerhalb des Bankgeschäfts werden Wertminderungen im Kre- ditgeschäft aktivisch als Risikovorsorge abgesetzt. Für alle Einheiten außerhalb des Bankgeschäfts besitzen Forderungen an Kreditinstitu- te und Kunden Investitionscharakter, und Wertminderungen werden entsprechend als „Wertminderungen auf Fi­nanz­anlagen“ ausgewie- sen. Zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft sind weitere Informationen in Angabe 10 und 36 enthalten. Wertminderungen auf Forderungen an Kreditinstitute und Kunden für Einheiten außerhalb des Bank­ geschäfts werden in Angabe 37 ausgewiesen. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung jederzeit veräußerbarer Aktien vor, ist diese erfolgswirksam zu erfassen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung umfassen neben quali- tativen Wertminderungskriterien einen signifikanten oder dauerhaf- ten Rückgang des Fair Value unter die Anschaffungskosten. Der Allianz Konzern geht von einem signifikanten Rückgang aus, wenn der Fair Value um mehr als 20 % unter die gewichteten durchschnitt- lichen Anschaffungskosten gefallen ist. Ein dauerhafter Rückgang wird angenommen, wenn der Fair Value länger als neun Monate unter den gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Wurde eine Wertminderung auf jederzeit veräußerbare Aktien vorge- nommen, so ist jeder weitere Rückgang des Fair Value in den darauf- folgenden Perioden ebenfalls als Wertminderung zu erfassen. Folg- lich ist zu jedem Bilanzstichtag für jederzeit veräußerbare Aktien eine Wertminderung in Höhe der Differenz zwischen dem Fair Value und den ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich der Wertminde- rungen aus Vorperioden zu erfassen. Ergebniswirksam erfasste Wert- minderungen für jederzeit veräußerbare Aktien dürfen nicht ergeb- niswirksam rückgängig gemacht werden, sondern werden aus dem Eigenkapital erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, wenn das Wertpapier verkauft wird. In Angabe 3 werden die Prozesse und Kontrollen, die eine ange- messeneVerwendungvonSchätzungenundAnnahmensicherstellen, erklärt. Hedge Accounting Bei den derivativen Finanzinstrumenten, die zu Absicherungszwe- cken gehalten werden und die Kriterien für Hedge Accounting erfül- len, unterscheidet der ­Allianz Konzern die Derivate hinsichtlich ihrer Zweckbestimmung zwischen Fair Value Hedges, Cashflow Hedges und Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Der ­Allianz Konzern dokumentiert die Sicherungs- beziehung ebenso wie seine Risikomanagementziele und die Strate- gie für den Abschluss der Hedge-Transaktion. Der ­Allianz Konzern

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