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Allianz Geschäftsbericht 2013

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT Zum 31. Dezember 2013 belief sich der gesamte Geschäfts- oder Fir- menwert des ­Allianz Konzerns auf 11 544 Mio €. Dieser verteilt sich wie folgt:1  −− 2 273 Mio € im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft; −− 2 159 Mio € im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft; −− 6 805 Mio € im Asset-Management-Geschäft; −− 307 Mio € im Geschäftsbereich Corporate und Sonstiges. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Betrag, um den die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleis- tung die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden übersteigt. Im Erwerbszeitpunkt wird der Geschäfts- oder Firmenwert eines gekauften Unternehmens den Cash Generating Units (CGU) zugeordnet, die einen Nutzen aus der Akquisition ziehen. Da der Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben wird, muss mindestens einmal im Jahr überprüft werden, ob der Buchwert der CGU werthaltig ist. Dies wird angenommen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag nicht übersteigt. Wird der Buchwert als nicht werthaltig eingestuft, muss der Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend abgeschrieben werden. Der erzielbare Betrag aller CGU wird in der Regel auf Basis des Nutzungswerts (Value in Use) ermittelt. Die Ermittlung des erzielba- ren Betrags einer CGU erfordert signifikante Ermessensentscheidun- gen hinsichtlich geeigneter Bewertungsverfahren und Annahmen. Zu den Annahmen zählen die Auswahl der Abzinsungssätze, Pla- nungshorizonteundAnforderungenandieKapitalausstattungsowie erwartete künftige Geschäftsergebnisse. Die Annahmen sind gegebe- nenfalls an Veränderungen ökonomischer, Markt- und Geschäfts­ bedingungen anzupassen. Entsprechend werden die externen Ein- flussgrößen sowie die operative Entwicklung der CGU laufend durch den ­Allianz Konzern überprüft. Die Prüfprozesse des ­Allianz Konzerns zur Einschätzung der erzielbaren Beträge erfolgen grundsätzlich auf Konzernebene und sind darauf angelegt, Subjektivitätsaspekte zu minimieren. So müs- sen beispielsweise die zugrunde gelegten Annahmen mit jenen über- einstimmen, die im allgemeinen Planungs- und Kontrollprozess verwendet werden. Diese Berechnungen basieren auf Geschäfts­ plänen, Schätzungen über nachhaltig erzielbare Ergebnisse und langfristige Wachstumsraten. Dies wird ausführlicher in Angabe 15 erläutert. In Bezug auf die wichtigsten Parameter werden Sensitivitäts­ analysen durchgeführt, zum Beispiel in Bezug auf langfristig pro- gnostizierte Combined Ratios oder Diskontierungssätze. Außerdem werden, sofern verfügbar, marktbasierte transaktionsbezogene ­Multiples überprüft. Der ­Allianz Konzern nutzt diese Daten, um die Angemessenheit von Annahmen zu beurteilen, da vergleichbare 1 WeitereInformationenhierzufindensichunterAngabe2 ZusammenfassungwesentlicherBilanzierungs- grundsätze und Angabe 15 Immaterielle Vermögenswerte. MarktwertinformationenimAllgemeinennichtvorliegen.Der­Allianz Konzern ist überzeugt, dass die Kontrollen bei der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts sowohl konsistente als auch zuverlässige Ergebnisse gewährleisten. AKTIVE STEUERABGRENZUNG Zum31. Dezember2013wiesder­AllianzKonzerneinlatentesSteuergut­ haben von netto 1 508 Mio € aus. Die latenten Steuerforderungen vor der Saldierung mit latenten Steuerverbindlichkeiten betrugen 15 555 Mio €, wovon 1 561 Mio € auf steuerliche Verlustvorträge entfielen.2 Die Ermittlung von Steuerabgrenzungen resultiert aus unge­ nutzten Steuergutschriften, steuerlichen Verlustvorträgen und aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögens- werte und Schulden in der Konzernbilanz und deren Steuerwerten. Aktive Steuerabgrenzungen werden bilanziert, soweit es wahrschein- lich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis für ihre Reali- sierung zur Verfügung stehen wird. Die Beurteilung der Realisierbar- keit latenter Steuerguthaben bedingt die Einschätzung über die Höhe zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne. Dabei werden Höhe und Art dieser zu versteuernden Einkünfte, die Perioden, in denen sie anfallen werden, sowie zur Verfügung stehende Steuerplanungs- maßnahmen berücksichtigt. Die entsprechenden Analysen und Prognosen, und im Ergebnis die Ermittlung der aktiven Steuerabgrenzungen, werden in den jeweiligen Ländern von den lokalen Steuer- und Finanzfachleuten vorgenommen. Weil die Auswirkungen der zugrunde liegenden Schätzungen wesentlich sein können, gibt es konzerneinheitliche RichtlinienundVerfahren,diedieKonsistenzundZuverlässigkeitdes Beurteilungsprozesses gewährleisten. Die Ergebnisprognosen beru- hen auf Geschäftsplänen, die in einem ordentlichen Verfahren geprüft und genehmigt wurden. Ein besonders aussagekräftiger Nachweis für die Bilanzierung aktiver Steuerabgrenzungen wird ent- sprechend konzerneinheitlichen Grundsätzen verlangt, wenn das betreffende Konzernunternehmen aktuell oder in einer Vorperiode einen Verlust erlitten hat. Der Ansatz und die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuer- abgrenzungen werden von Steuerexperten sowie dem ­Allianz Group Tax Committee geprüft. 2 Weitere Informationen hierzu finden sich in Angabe 2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- grundsätze und Angabe 42 Ertragsteuern. 160 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern

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