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Allianz Geschäftsbericht 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurden solche Finanzanlagen mit einem Buchwert von 35 (2012: 99) mio € veräußert, woraus Gewinne in Höhe von 2 MIO € resultierten (2012: kein Gewinn oder Verlust). Fair-value-hierarchie Finanzaktiva und -passiva, die im Konzernabschluss zum Fair Value bewertet oder offengelegt werden, werden gemäß der Fair-Value- Hierarchie nach IFRS 13 gemessen und klassifiziert. Um das Fair- Value-Level zu bestimmen, ordnet IFRS 13 die in den Bewertungsme- thoden verwendeten Inputfaktoren drei Leveln zu. In der Regel sind die Tochtergesellschaften für die Ermittlung des Fair Values von Finanzaktiva und -passiva sowie die Klassifizie- rung in die Fair-Value-Hierarchie verantwortlich. Dies entspricht der dezentralen Organisationsstruktur des Konzerns und berücksichtigt die Marktkenntnisse des lokalen Managements. Schätzungen und Annahmen sind von besonderer Bedeutung, wenn der Fair Value von Finanzinstrumenten bestimmt werden muss, bei denen mindestens ein wesentlicher Inputfaktor nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruht (Level 3 der Fair-Value-Hierarchie). Die Verfügbarkeit von Marktdaten wird anhand des Handelsvolumens identischer oder ähnlicher Instrumente auf dem Markt bestimmt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Daten aus tatsächlich erfolgten Markttransaktionen oder verbindlichen Preisnotierungen von Maklern oder Händlern. Falls keine ausreichenden Marktdaten verfügbar sind, wird die best- mögliche Schätzung eines bestimmten Inputfaktors durch das Management zur Bestimmung des Werts verwendet. Notierte Marktpreise auf aktiven Märkten – Fair Value Level 1: Die Inputfaktoren von Finanzinstrumenten in Level 1, die an aktiven Märkten gehandelt werden, beruhen auf dem unveränderten notier- ten Marktpreis oder auf Preisnotierungen von Händlern am letzten Börsenhandelstag vor dem oder am Bilanzstichtag selbst, sofern Letzterer ein Handelstag ist. Bewertungsmethoden – Auf beobachtbaren Marktdaten basierend – Fair Value Level 2: Zum Ende des Jahres 2013 hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) eine neue Interpretation des IFRS13 veröffentlicht (IDW RS HFA 47). Für von Dritten zur Verfügung gestellte Preise gibt HFA 47 vor, dass Mischpreise grundsätzlich in Level 2 der Fair-Value- Hierarchie einzuordnen sind und dass sich ausschließlich Einzel- preisquotierungen für eine Einordnung in Level 1 qualifizieren. Da der ­Allianz Konzern Mischpreise von Preisserviceagenturen nutzt, wurde aufgrund der neuen Interpretation ein Großteil der festver- zinslichen Wertpapiere von Level 1 in Level 2 transferiert. Basierend auf der finalen Entscheidung aus der aktuellen Diskussion über die Interpretation, können in den folgenden Berichtsperioden erneute Umgliederungen notwendig werden. Zusätzlich wird der Fair Value in Level 2 klassifiziert, falls der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist oder der Fair Value anhand von Bewertungsverfahren, die auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruhen, ermittelt wird. Diese Inputfaktoren sind im Wesentlichen über die gesamte Laufzeit der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten beobachtbar und enthalten ältere Preisnotierun- gen für identische Instrumente an einem aktiven Markt, aktuelle Preisnotierungen für identische Instrumente an einem inaktiven Markt, Preisnotierungen für ähnliche Instrumente an aktiven Märk- ten und Preisnotierungen für ähnliche Instrumente an inaktiven Märkten. Des Weiteren zählen zu den beobachtbaren Inputfaktoren Zinskurven, Volatilitäten und Wechselkurse. Bewertungsmethoden – Auf nicht-beobachtbaren Marktdaten basierend – Fair Value Level 3: Falls für die Bewertung relevante Inputfaktoren nicht am Markt beob- achtbar sind, wird der Fair Value mit Bewertungsverfahren unter Ver- wendung von nicht-beobachtbaren Inputfaktoren ermittelt. Unter anderem können folgende Bewertungsverfahren angewandt werden: Discounted-Cashflow-Verfahren, Vergleiche mit ähnlichen Instru- menten, für die beobachtbare Marktpreise vorliegen, und sonstige Bewertungsmodelle. Dabei werden entsprechende Anpassungen für Kreditrisiken vorgenommen. Insbesondere, wenn keine beobacht­ baren Inputfaktoren verfügbar sind, können Schätzungen und Annahmen erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis der Bewer- tung haben. Regelmässige Bewertung mit dem Fair Value Die folgenden Finanzaktiva und -passiva werden regelmäßig zum Fair Value bewertet: −− Handelsaktiva und Handelspassiva, −− Finanzaktiva und Finanzpassiva als „erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet“ klassifiziert, −− Jederzeit veräußerbare Wertpapiere, −− Finanzaktiva und Finanzpassiva aus fondsgebundenen Ver­ trägen, −− Derivative Finanzinstrumente und feste Verpflichtungen, ent- halten in Übrige Aktiva und Andere Verbindlichkeiten sowie −− Verbindlichkeiten für kündbare Eigenkapitalinstrumente. 226 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern

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