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Allianz Geschäftsbericht 2013

Bewertungsmethoden für zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente Der ­Allianz Konzern folgt der neuen Interpretation des IFRS 13 (IDW Rs HFA 47) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) und klassifiziert Mischpreise in Level 2 der Fair-Value-Hierarchie. Da der ­Allianz Konzern Mischpreise von Preisserviceagenturen nutzt, wurde aufgrund der neuen Interpretation ein Großteil der festver- zinslichen Wertpapiere von Level 1 in Level 2 transferiert. Der ­Allianz Konzern verwendet außerdem Standardbewertungs- verfahren, die den drei in IFRS 13 genannten Methoden entsprechen: −− MarktpreisorientierterAnsatz:PreiseundandererelevanteDaten, die durch Markttransaktionen mit identischen oder vergleichba- ren Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten entstanden sind. −− Kostenorientierter Ansatz: Betrag, der gegenwärtig erforderlich wäre, um die Leistungskapazität eines Vermögenswerts zu erset- zen (Wiederbeschaffungskosten). −− Kapitalwertorientierter Ansatz: Umwandlung zukünftiger Zah- lungsströme bzw. Erträge in einen aktuellen Betrag (Barwertme- thode). Es besteht keine eindeutige Zuordnung zwischen den einzelnen Bewertungsverfahren und den Hierarchielevels. Abhängig davon, ob das Bewertungsverfahren auf signifikant beobachtbaren oder nicht- beobachtbaren Inputfaktoren basiert, werden die Finanzinstrumente in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzaktiva Handelsaktiva – Festverzinsliche Wertpapiere und Aktien Der Fair Value wird hauptsächlich mit dem marktpreisorientierten Ansatz ermittelt. In manchen Fällen wird der Fair Value nach dem kapitalwertorientierten Ansatz bestimmt, wobei die üblicherweise am Markt beobachtbaren Zinssätze und Zinskurven genutzt werden. Handelsaktiva – Derivate Für Derivate in Level 2 wird der Fair Value hauptsächlich mit dem kapitalwertorientierten Ansatz anhand von Barwertmethoden und demBlack-Scholes-Merton-Modellermittelt.BeiderBewertungstellen die üblicherweise am Markt beobachtbaren Volatilitäten, Zins­sätze und Zinskurven sowie Wechselkurse die wichtigsten Inputfaktoren dar. Bei Derivaten, die Level 3 zugeordnet werden, werden die Preise hauptsächlich von Drittanbietern zugeliefert. Die Bewertungen die- ser Derivate werden mittels interner Kontrollverfahren überwacht und hauptsächlich auf Grundlage des kapitalwertorientierten Ansat- zes abgeleitet. Finanzaktiva als „erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet“ klassifiziert – Festverzinsliche Wertpapiere Der Fair Value wird mit dem marktpreisorientierten Ansatz ermittelt. Finanzaktiva als „erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet“ klassifiziert – Aktien Bei Aktien, die Level 2 zugeordnet werden, wird der Fair Value mit dem marktpreisorientierten Ansatz ermittelt. Bei Aktien, die Level 3 zugeordnet werden, handelt es sich vorwiegend um Private-Equity- Fonds. Der Fair Value wird hauptsächlich über den Net Asset Value bestimmt, der auf der Bewertung der zugrunde liegenden Private- Equity-Gesellschaften durch Drittanbieter beruht. Jederzeit veräußerbare Wertpapiere Jederzeit veräußerbare Wertpapiere – Aktien Für Aktien in Level 2 wird der Fair Value hauptsächlich mit dem marktpreisorientierten Ansatz bzw. durch Net Asset Values bei Fonds ermittelt. Bei bestimmten Private-Equity-Fonds wird der kostenorien­ tierte Ansatz angewandt. In diesen Fällen können die Fonds mittels Transaktionspreisen bewertet werden. Da bei diesen Fonds der Kreis der Anteilsinhaber klein ist, ist der Markt nicht liquide und Trans­ aktionen sind nur den Teilnehmern bekannt. Für Aktien in Level 3 wird der Fair Value hauptsächlich anhand von Net Asset Values ermittelt. Die Net Asset Values beruhen auf der Ermittlung des Fair ValuesderdemFondszugrundeliegendenWertpapiereundstammen hauptsächlich vom Fondsmanagement. Für manche Aktien in Level 3 wird das investierte Kapital als vernünftige Näherungslösung für den Fair Value angesehen. Jederzeit veräußerbare Wertpapiere – Festverzinsliche Wertpapiere Festverzinsliche Wertpapiere enthalten: −− Staatliche, hypothekarisch besicherte Anleihen, −− Industrielle, hypothekarisch besicherte Anleihen, −− Übrige durch Vermögenswerte besicherte Anleihen, −− Staats- und Regierungsanleihen, −− Industrieanleihen und −− Übrige Anleihen. Die Bewertungsmethoden für diese festverzinslichen Wert­papiere sind ähnlich. Für Wertpapiere in Level 2 und Level 3 wird das markt- preisorientierte sowie das kapitalwertorientierte Verfahren zur Bestimmung des Fair Values verwendet. Bei der marktpreisorientier- ten Bewertung stellen die Preisnotierungen identischer oder ver- gleichbarer Vermögenswerte an aktiven Märkten die wichtigsten Inputfaktoren dar, wobei die Vergleichbarkeit zwischen dem Wertpa- pier und dem Benchmark das Level des Fair Values bestimmt. Das kapitalwertorientierte Verfahren ist zumeist eine Barwertmethode. 229Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern D Konzernabschluss 139 Konzernbilanz 140 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 141 Konzerngesamtergebnisrechnung 142 Konzerneigenkapitalveränderungs­ rechnung 143 Konzernkapitalflussrechnung 146 Konzernanhang

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