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Allianz Geschäftsbericht 2013

Kredit- und Liquiditätsrisiken werden über angepasste Cashflows oder Diskontierungskurven berücksichtigt. Ob das Wertpapier Level 2 oder Level 3 zugeordnet wird, ist dabei von der Beobachtbarkeit die- ser Risikofaktoren auf dem Markt abhängig. Finanzaktiva aus fondsgebundenen Verträgen Für Finanzaktiva in Level 2 wird der Fair Value mit dem marktpreis­ orientierten oder dem kapitalwertorientierten Ansatz ermittelt. Beim kapitalwertorientierten Ansatz umfassen die wichtigsten beobacht- baren Inputfaktoren die üblicherweise am Markt beobachtbaren Zinskurven. Für Finanzaktiva in Level 3 wird der Fair Value meistens auf der Grundlage des von Drittanbietern gelieferten Net Asset Val­ues ermittelt. Finanzpassiva aus fondsgebundenen Verträgen werden auf Basis der entsprechenden Finanzaktiva bewertet. Derivative Finanzinstrumente und feste Verpflichtungen enthalten in Übrige Aktiva DerFairValuevonDerivatenwirdhauptsächlichmitdemkapitalwert­ orientierten Ansatz unter Verwendung von Barwertmethoden ermit- telt. Die üblicherweise am Markt beobachtbaren Zinskurven stellen die wichtigsten Inputfaktoren des Verfahrens dar. Diese Derivate werden vor­wiegend zu Absicherungszwecken gehalten. Bestimmte Derivate werden über Bloomberg-Funktionen wie das Black-Scholes Option Pricing oder das Swap-Manager-Tool bewertet. Handelspassiva – Derivate Für Handelspassiva in Level 2 wird der Fair Value vorwiegend mit dem kapitalwertorientierten Ansatz ermittelt. Beim kapitalwertori- entierten Ansatz werden vorwiegend Discounted-Cashflow-Modelle sowie das Black-Scholes-Merton-Modell als Bewertungsmethoden angewandt.Volatilitäten,dieüblicherweiseamMarktbeobachtbaren Zinskurven und am Markt beobachtbare Credit Spreads stellen die wichtigsten beobachtbaren Inputparameter dar. Für Handelspassiva in Level 3 wird der Fair Value vorwiegend mit dem kapitalwertorien- tierten Ansatz unter Verwendung deterministischer Discounted- Cashflow-Modelle bestimmt. Ein erheblicher Anteil derivativer Ver- bindlichkeitenbestehtausDerivaten,dieinbestimmtenRenten-und Lebensversicherungsverträgen eingebettet sind. Zu den wesentli- chen, nicht-beobachtbaren Inputparametern zählen hier Sterblich- keitsraten und Stornoraten. Handelspassiva – sonstige Handelspassiva Der Fair Value wird vorwiegend auf der Basis des kapitalwertorien- tierten Ansatzes unter Verwendung von Barwertmethoden ermittelt. Zu den wichtigsten Inputfaktoren zählen Swapkurven, Aktienkurse und Dividendenschätzungen. Derivative Finanzinstrumente und feste Verpflichtungen, enthalten in Andere Verbindlichkeiten Für Instrumente in Level 2 wird der Fair Value vorwiegend mit dem kapitalwertorientierten Ansatz ermittelt. Zu den wichtigsten Input- faktoren zählen üblicherweise am Markt beobachtbare Zinssätze und Zinskurven. Verbindlichkeiten für kündbare Eigenkapitalinstrumente Verbindlichkeiten für kündbare Eigenkapitalinstrumente müssen im Allgemeinen zum Rückzahlungsbetrag mit erfolgswirksamer Erfas- sung der Veränderungen verbucht werden. Für Verbindlichkeiten in Level 2 wird der Fair Value vorwiegend mit dem kapitalwertorientier- ten Ansatz unter Verwendung von Barwertmethoden ermittelt. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die Level 3 zugeordnet werden, handelt es sich vorwiegend um Private-Equity-Fonds. Der Fair Value wird hauptsächlich über den Net Asset Value bestimmt, der auf der Bewer- tung der zugrunde liegenden Private-Equity-Gesellschaften durch Drittanbieter beruht. Signifikante Umgliederungen von zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumenten Im Allgemeinen werden Finanzaktiva und Finanzpassiva von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität, die Handelsfrequenz und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Die umgekehrte Vorschrift gilt, wenn Instrumente von Level 2 in Level 1 umgegliedert werden. Zum Ende des Jahres 2013 folgt der ­Allianz Konzern der neuen Interpretation des IFRS 13 (IDW Rs HFA 47) des Instituts der Wirt- schaftsprüfer in Deutschland (IDW) und gliedert die meisten festver- zinslichen Wertpapiere von Level 1 in Level 2 um. Erneute Umgliede- rungen in den folgenden Berichtsperioden sind dabei möglich, da diese Interpretation noch diskutiert wird. Nach einer erneuten Begutachtung der Inputfaktoren wurden im vierten Quartal 2013 jederzeit veräußerbare Wertpapiere im Wert von 735 mio € von Level 2 in Level 3 umgegliedert. Signifikante Level-3-Portfolios – Beschreibung und Sensitivitätsanalyse Jederzeit veräußerbare Wertpapiere – Aktien Aktien innerhalb der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere in Level 3 umfassen hauptsächlich Private-Equity-Fonds und alternative Investments des ­Allianz Konzerns. Diese werden gewöhnlich vom FondsmanageraufderBasisdesNetAssetValuesbewertet(5,5 MRD €). Die Net Asset Values werden anhand von wesentlichen, nichtöffent- lichen Informationen zu den jeweiligen Private-Equity-Gesellschaf- ten ermittelt. Der ­Allianz Konzern hat nur beschränkt Einblick in die von Fondsmanagern spezifisch verwendeten Inputfaktoren, eine beschreibende Sensitivitätsanalyse kommt entsprechend hier nicht zur Anwendung. Der Asset Manager des Fonds bewertet üblicherweise 230 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern

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