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Allianz Geschäftsbericht 2013

47 – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Überblick Der ­Allianz Konzern unterhält für seine Mitarbeiter und in Deutsch- land auch für Vertreter leistungsorientierte Pensionspläne oder Bei- tragszusagen. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder über einen externen Versorgungsträger eine bestimmte Leistung zugesagt. Im Gegensatz zu den Beitragszusagen sind die vom Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen aus Leistungszusagen nicht im Vorhinein festgelegt. Die Versorgungsleistungen wie Alters-, Berufs- und Erwerbs­ unfähigkeitsrente sind wettbewerbsfähig und kosteneffizient. Sie werden mittels risikoadäquater Durchführungswege gewährt. Auf- grund der unterschiedlichen rechtlichen, steuerlichen und wirt- schaftlichen Rahmenbedingungen können die Zusagen in den ver- schiedenen Ländern variieren. Üblicherweise sind mit leistungsorientierten Plänen biometri- sche Risiken wie Langlebigkeit, Invalidität oder Tod, und wirtschaft­ liche Risiken, wie Zins, Inflation oder Gehaltssteigerungen, verbun- den. Der ­Allianz Konzern setzte die Minimierung dieser Risiken durch die Überarbeitung der Richtlinie für betriebliche Zusatzleistungen fort. Neue Pläne basieren im Wesentlichen auf Beitragszahlungen, können aber noch vereinzelt Garantien wie Kapitalerhalt oder eine garantierte Mindestverzinsung beinhalten. Der ­Allianz Konzern etablierte eine Pension Task Force, um die globale Governance zu fördern. In dieser stimmen die Leiter der Bereiche Group HR, Group Accounting and Reporting, Group Treasury and Corporate Finance, Group Planning and Controlling, Group Risk und AIM vierteljährlich alle pensionsspezifischen Themen für die Sitzungen der verantwortlichen Group Committees ab. Die Pensionspläne in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz werden hinsichtlich der wesentlichen Risiken und des regu- latorischen Umfelds ausführlicher beschrieben, da diese Länder jeweils mit mehr als 5 % zum Verpflichtungsumfang im ­Allianz Kon- zern beitragen. Deutschland Deutschland trägt 73,8 % zum Verpflichtungsumfang und 62,3 % zum Zeitwert des Fondsvermögens des ­Allianz Konzerns bei. Die Mehrzahl der deutschen Mitarbeiter nimmt an beitragsori- entierten Systemen teil, die für die festen Vergütungsbestandteile unter-undoberhalbderBeitragsbemessungsgrenzedergesetzlichen Rentenversicherung (BBG) unterschiedliche Durchführungswege verwenden. Die ­Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die auf Mitar- beiterbeiträgen beruht, und der ­Allianz Pensionsverein e.V. (APV), der durch die Gesellschaft finanziert wird, gewähren Versorgungsan- sprüche für die Festbezüge unterhalb der BBG. Beide Pläne sind voll- ständig durch Vermögenswerte bedeckt. Die AVK unterliegt der Ver­ sicherungsaufsicht. Für Bezüge oberhalb der BBG dotiert der ­Allianz Konzern zusätz- lich den Beitragsorientierten Pensionsvertrag (BPV). Bei Renten­ beginn wird das angesammelte Kapital in Rentenleistungen umge- wandelt. Der ­Allianz Konzern entscheidet jährlich, ob und in welcher Höhe für den BPV Budget zur Verfügung gestellt wird. Unabhängig von dieser Entscheidung wird eine zusätzliche Risikoprämie für die Abdeckung des Todes- und Berufsunfähigkeitsrisikos bereitgestellt. Der BPV wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt. Die bisherigen Altzu- sagen wurden unter angemessener Berücksichtigung der bereits zugesagten Anwartschaften in den BPV überführt. Im BPV sind die Anwartschaftszuwächse ab 2005 gewöhnlich vollständig durch Ver- mögenswerte bedeckt, die erworbenen Besitzstände aus den über- führten Plänen allerdings nur zu einem geringen Teil. Die Vermögens­ werte sind auf eine Treuhandgesellschaft (Methusalem Trust e.V.) übertragen und werden durch deren Vorstand verwaltet. Für selbstständige Handelsvertreter gibt es ebenfalls einen teil- weise durch Vermögenswerte bedeckten leistungsorientierten Pensi- onsplan (VertreterVersorgungsWerk, VVW), der für Neueintritte nach dem 31. Dezember 2011 geschlossen wurde. Ein Teil des Pensions- plans ersetzt den Ausgleichsanspruch des Handelsvertreters gemäß Handelsgesetzbuch (§ 89b). Der garantierte Pensionsanspruch basiert auf dem Versicherungsbestand des einzelnen Vertreters, der auf Grund vertraglicher Verpflichtungen regelmäßig überprüft wird, obwohl es keine gesetzliche Verpflichtung gibt. Das VVW kommt einem endgehaltsabhängigen Plan sehr nahe. Rentenanpassungen sind weitgehend an die Inflation geknüpft. Abhängig vom Eintrittsdatum in die Gesellschaft liegt die garan- tierte jährliche Mindestverzinsung in der AVK zwischen 1,75 % und 3,50 % sowie im BPV bei 2,75 %. Rentenanpassungen sind jährlich mit mindestens 1 % garantiert. In Abhängigkeit von gesetzlichen Erforder- nissen sind einige Rentenanpassungen an die Inflation geknüpft. Der Mitarbeiter kann nur in der AVK zwischen einer Einmal­ zahlung und Rentenzahlungen wählen, während die anderen Pensi- onspläne eine lebenslängliche Rente auszahlen. VVW-bezugs- berechtigte Vertreter haben die Möglichkeit, sich bis zu einem Drittel ihrer Pensionsansprüche als Einmalbetrag auszahlen zu lassen. Das Renteneintrittsalter liegt gewöhnlich zwischen der Vollen- dungdes 60.und 67.Lebensjahres.VorErreichenderRegelaltersgrenze werden Berufsunfähigkeitsrenten gewährt. Bei Tod beträgt die Versorgung in der Regel 60 % (für hinter­ bliebene Partner) und 20 % (je Waise) der Pensionsleistungen des Verstorbenen, wobei die Gesamtsumme 100 % nicht übersteigen darf. Zusätzlich bietet der ­Allianz Konzern die Möglichkeit einer Pen- sionszusage durch Entgeltumwandlung (PZE) an. Innerhalb gewisser Grenzen können die Mitarbeiter in ihrem eigenen Ermessen Teile ihres Bruttoverdienstes umwandeln und erhalten dafür eine Pensi- onszusage von gleichem Wert. Die PZEs klassifizieren nahezu als Bei- tragszusagen mit vernachlässigbarem Risikoexposure. 241Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern D Konzernabschluss 139 Konzernbilanz 140 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 141 Konzerngesamtergebnisrechnung 142 Konzerneigenkapitalveränderungs­ rechnung 143 Konzernkapitalflussrechnung 146 Konzernanhang

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