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Allianz Geschäftsbericht 2013

269Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern E Weitere Informationen 265 Gemeinsamer Beirat der ­Allianz Gesellschaften 266 Internationaler Beraterkreis 267 Mandate der Aufsichtsratsmitglieder 268 Mandate der Vorstandsmitglieder 269 Glossar 273 Register A Absicherungsgeschäft Einsatz spezieller Finanzkontrakte, insbesondere deriva- tiver Finanzinstrumente, zur Verminderung von Verlusten, die durch eine ungünstige Kurs- oder Preisentwicklung entstehen können (Hedging-Geschäfte). Aktivierte Abschlusskosten Die Kosten des Versicherungsunternehmens, die im Zusammenhang mit dem Abschluss neuer oder der Ver- längerung bestehender Versicherungsverträge stehen. Dazu zählen unter anderem Provisionen sowie die Kosten für die Antragsbearbeitung und die Ausfertigung des Versicherungsscheins. Anschaffungskosten Der zum Erwerb eines Vermögenswerts entrichtete Betrag an Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten oder der beizulegende Zeitwert einer anderen Entgelt- form zum Zeitpunkt des Erwerbs. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital Anteile am Eigenkapital verbundener Unternehmen, die nicht von Unternehmen des Konzerns gehalten werden. Antizyklische Prämie (counter-cyclical premium, CCP) Vorläufige Solvency-II-Richtlinien erfordern die Berech- nung von Credit-Spread-Risiko für alle Wertpapiere mit Ausnahme von Staatsanleihen aus dem europäischen Wirtschaftsraum. In der Vergangenheit wurde von den Aufsichtsbehörden anerkannt, dass dies für künstliche Volatilität in der Bewertung von verfügbaren Eigenmitteln und Risikokapital sorgt, obwohl dies nicht dem Geschäfts- modell von Versicherungen entspricht, in dem Investitio- nen in der Regel bis zur Endfälligkeit gehalten werden und Credit-Spread-Risiko nur im Fall von Zwangsverkäufen relevant wird. Deshalb wurde 2011 mit dem Entwurf der Level-2-Umsetzungsmaßnahmen eine antizyklische Prä- mie (CCP) als Mittel zur Dämpfung der Spreadvolatilität eingeführt, um dadurch die Auswirkung von Marktverzer- rungen durch illiquide Märkte auf Eigenmittelbewertun- gen zu reduzieren. Die CCP ist ein Aufschlag auf die Dis- kontkurve bei der Verbindlichkeitenbewertung. In den letztverfügbaren Richtlinien basierend auf der Trilog-Eini- gung im November 2013 wurde das CCP-Konzept verworfen. Assets Under Management Vermögen oder Wertpapierportfolios zu aktuellem Markt­ wert bewertet, für die Allianz Asset-Management-Unter- nehmen diskretionäre Anlageverwaltungsentscheidungen bieten und die Portfolio-Management-Verantwortung tragen. Das Vermögen wird sowohl für Dritte als auch im Namen des Allianz Konzerns verwaltet. Assoziierte Unternehmen Alle Unternehmen, bei denen der ­Allianz Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, das heißt, an deren finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der ­Allianz Konzern mitwirken, diese aber nicht beherrschen oder gemeinschaftlich führen kann. B Beitragsüberträge Beitragseinnahmen, die den Erträgen künftiger Geschäfts­ jahre zuzuordnen sind. Die Berechnung erfolgt für jeden Versicherungsvertrag grundsätzlich einzeln und taggenau. Beitragszusagen Beitragszusagen („defined contribution plans“) werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutio- nen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beiträge (zum Beispiel bezogen auf das maß- gebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Gleich- zeitig partizipiert das Unternehmen nicht am Anlageerfolg der Beiträge. Beizulegender Zeitwert Der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde („fair value“). Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere Diese Wertpapiere („held-to-maturity“) umfassen fest- verzinsliche Wertpapiere, die in Daueranlageabsicht grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Brutto/netto In der Versicherungsterminologie bedeuten „brutto/netto“ vor bzw. nach Abzug der Rückversicherung. Im Kapital­ anlagebereich wird der Begriff „netto“ dann verwendet, wenn von den Erträgen die entsprechenden Aufwen- dungen bereits abgezogen wurden. C Collateralized Debt Obligation (CDO) Eine Art und Weise, das Kreditrisiko zu bündeln. Ein Port- folio aus Anleihen wird in verschiedene Wertpapierklassen aufgeteilt, zusätzlich werden Regeln zur Bestimmung der Zuordnung von Ausfallkosten zu diesen Klassen bestimmt. Combined Ratio Verhältnis von Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) sowie Schadenaufwendungen (netto) zu ver- dienten Beiträgen (netto). Cost-Income Ratio Verhältnis von operativen Aufwendungen zu operativen Erträgen. D Deckungsrückstellungen Aus bestehenden Verträgen, vor allem in der Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung, ergeben sich Ver­ pflichtungen, für die Gelder zurückgelegt werden müssen. Die Höhe der Verpflichtungen wird nach versicherungs­ mathematischen Grundsätzen ermittelt. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft/ Ein­behaltene Einlagen aus dem Rückversicherungsgeschäft Depotforderungen stehen dem Rückversicherer zu, wer- den jedoch vom Erstversicherer als Sicherheit für künftige Rückversicherungsleistungen einbehalten. Auf Seiten des Erstversicherers wird dieser Posten als „Einbehaltene Ein- lagen aus dem Rückversicherungsgeschäft“ aus­gewiesen. Glossar Die nachfolgenden Fachbegriffe aus der Rechnungslegung sollen die Inter­pretation dieses Geschäftsberichts erleichtern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Begriffen aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

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