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Allianz Geschäftsbericht 2013

272 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern S Schadenquote Verhältnis von Schadenaufwendungen (netto) zu ver- dienten Beiträgen (netto). Segmentberichterstattung Darstellung des Konzernabschlusses nach Geschäfts­ bereichen (Schaden-Unfall, Leben/Kranken, Asset Management und Corporate und Sonstiges) sowie nach berichtspflichtigen Segmenten. Steuerabgrenzung (aktive/passive) Die Steuerabgrenzung beruht auf steuerlichen Verlust- vorträgen, vortragsfähigen Steuergutschriften und auf den zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie den sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung ergebenden temporären Unterschiedsbeträgen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezi- fischen Steuersätzen der einbezogenen Konzernunter- nehmen; am Bilanzstichtag bereits beschlossene Steuer­ änderungen werden berücksichtigt. Swaps Vereinbarungen zweier Vertragspartner über den Aus- tausch von Zahlungsströmen über eine bestimmte Zeit- spanne. Wichtige Beispiele sind Währungsswaps (bei denen auf unterschiedliche Währungen lautende Zah- lungsströme und Kapitalbeträge getauscht werden) und Zinsswaps (die den Tausch von üblicherweise fixen gegen variable Zinszahlungen derselben Währung vorsehen). U Überschussfonds Gemäß den Solvency-II-Richtlinien gelten Überschuss- fonds als akkumulierte Gewinne, die noch nicht zur Aus- schüttung an die Versicherungsnehmer und Anspruchs- berechtigten deklariert wurden. Unternehmenszusammenschluss Ein Unternehmenszusammenschluss ist ein Geschäfts- vorfall oder ein Ereignis, in dessen Rahmen ein Erwerber Kontrolle über ein oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. US GAAP US-amerikanische „Generally Accepted Accounting Principles“ (Rechnungslegungsgrundsätze). V Variable-annuity-Produkte Die Höhe der Leistungen dieser Art von Lebensversiche- rung hängt in erster Linie von der Wertentwicklung der in einem Fonds zusammengefassten Vermögensanlagen ab. Der Versicherungsnehmer ist gleichermaßen am Gewinn und am Verlust dieser Vermögensanlage beteiligt. Verbriefte Verbindlichkeiten Schuldverschreibungen und andere Verbindlichkeiten, für die übertragbare Urkunden ausgestellt wurden. Verbundene Unternehmen Das Mutterunternehmen (Konzernobergesellschaft) und alle Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen das Mutterunternehmen gemäß dem Control-Prinzip beherrschenden Einfluss auf die Geschäftspolitik ausüben kann. Dies ist zum Beispiel dann möglich, wenn die Konzernmutter, direkt oder indi- rekt, die Mehrheit der Stimmrechte hält, das Recht auf Bestellung oder Abberufung der Mehrheit der Verwal- tungs-, Leitungs- oder Aufsichtsratsmitglieder besitzt oder wenn vertragliche Beherrschungsrechte bestehen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind Veränderungen des Barwerts der erdienten Pensions­­ ansprüche aufgrund von erfahrungsbedingten Berichti- gungen (das heißt durch die Auswirkungen der Ab­ weichungen zwischen früheren versicherungs­mathe­- matischen Annahmen und der tatsächlichen Entwick- lung) und von Auswirkungen von Veränderungen versi- cherungsmathematischer Annahmen (zum Beispiel ­Änderungen demografischer und finanzieller Annahmen). Z Zinskurvenextrapolation Der Allianz Konzern wendet derzeit die Methode an, die von der European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) vorgegeben wird, um die risikofreie Zinskurve zu bestimmen, mit der Forderungen und Ver- bindlichkeiten diskontiert werden. Diese Methode ver- wendet gehandelte Marktdaten bis zu dem Punkt der Zinskurve, an dem noch angenommen werden kann, dass Tiefe und Liquidität von Marktquotierungen ausrei- chend sind. Nach diesem letzten liquiden Punkt wendet der Allianz Konzern ein makro­ökonomisches Extrapola­ tionsverfahren an, um die Zinskurve für spätere Zeit- punkte unter Verwendung von Annahmen für Termin- zinssätze zu ermitteln. Dieses Verfahren interpoliert zwischen dem längsten gehandelten Terminzinssatz per Währung und dem währungs­spezifischen finalen Ter- minzinssatz (unconditional forward rate, UFR) zu einem späteren Zeitpunkt. Der finale Terminzinssatz für jede Währung basiert auf Schätzungen der erwarteten Infla­ tion sowie des langfristigen Durchschnitts des kurzfristigen Realzinssatzes. Im anschließenden Zeitverlauf wird der finale Terminzinssatz konstant gehalten. Diese so ermit- telten Terminzinssätze werden für die Berechnung der finalen Zinskurve verwendet. Dies bedeutet für die an­ gewendete Zinskurve in Euro, dass die Extrapolation bei 20 Jahren startet, unter Anwendung einer UFR von 4,2 %, die ab 60 Jahren konstant im weiteren Verlauf angewen- det wird. Zur Veräusserung gehalten (held-for-sale) Ein langfristiger Vermögenswert ist als „zur Veräußerung gehalten“ zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buch- wert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Ab dem Zeitpunkt, bei dem die Kriterien für eine Klassifizierung als „zur Veräußerung gehalten“ erfüllt sind, ist der Ver- mögenswert zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen.

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