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Allianz Geschäftsbericht 2013

36 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern −− Der zwischen der Allianz SE und HSBC geschlossene Vertrag über den exklusiven Vertrieb von Lebensversicherungsprodukten in der Türkei enthält eine Bestimmung, gemäß der jede Partei ein außerordentliches Kündigungsrecht im Fall eines Kontroll­ wechsels bei der Konzernobergesellschaft der jeweils anderen Partei hat. −− DiejeweilszwischenderAllianzSEunddenTochtergesellschaften verschiedenerAutohersteller(FCEBankplc,VolkswagenFinancial Services AG) geschlossenen Rahmenvereinbarungen über den Vertrieb von Kraftfahrzeugversicherungen durch die jeweiligen AutoherstellerenthalteneineBestimmung,gemäßderjedePartei ein außerordentliches Kündigungsrecht im Fall eines Kontroll- wechsels bei der jeweils anderen Partei hat. −− Bilaterale Kreditverträge sehen zum Teil Kündigungsrechte für den Fall eines Kontrollwechsels vor. Dieser wird zumeist als Erwerb von mindestens 30 % der Stimmrechte im Sinne des § 29 Absatz 2 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) definiert. Werden entsprechende Kündigungsrechte ausgeübt, so müssten die betroffenen Kreditlinien durch neue Kreditlinien zu den dann gültigen Konditionen ersetzt werden. Mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern wurden für den Fall eines Übernahmeangebots folgende Entschädigungsvereinbarungen getroffen: Die sogenannte Change-of-Control-Klausel in den Dienstver­ trägen der Vorstandsmitglieder der ­Allianz SE greift, falls innerhalb von zwölf Monaten nach Erwerb von mehr als 50 % des Grundkapitals durch einen Aktionär oder durch mehrere zusammenwirkende Aktio- näre (Kontrollwechsel) die Bestellung als Mitglied des Vorstands ein- seitig durch den Aufsichtsrat widerrufen, das Organverhältnis einver- nehmlichbeendetoderdasOrganverhältnisvondemVorstands­mitglied durch Mandatsniederlegung beendet wird, weil die Verantwortlich- keiten als Vorstand wesentlich verringert werden, ohne dass das Vorstandsmitglied dazu schuldhaft Anlass gegeben hat. In einem solchen Fall bekommt das Vorstandsmitglied seine vertraglichen Bezüge für die restliche Laufzeit des Dienstvertrags, maximal jedoch für drei Jahre, in Form einer Einmalzahlung ausbezahlt. Die Höhe der Einmalzahlung wird auf Basis der festen Jahresbezüge zuzüglich 50 % der variablen Zielvergütung ermittelt, maximal jedoch auf Basis der im letzten Geschäftsjahr gezahlten Vergütung. Sofern die restliche Laufzeit des Dienstvertrags nicht mindestens drei Jahre beträgt, erhöht sich die Einmalzahlung grundsätzlich entsprechend einer Laufzeit von drei Jahren. Entsprechendes gilt, wenn ein auslaufendes Vorstandsmandat vor Ablauf von zwei Jahren nach einem Kontroll- wechsel nicht verlängert wird, wobei die Einmalzahlung dann für die Zeit zwischen Mandatsende und dem Ablauf von drei Jahren nach Kontrollwechsel gewährt wird. Weitere Einzelheiten enthält der „Vergütungsbericht” ab    Seite 37. Im Rahmen des ­Allianz Sustained Performance Plan (ASPP) erhält das Top-Management des ­Allianz Konzerns weltweit Restricted Stock Units (RSU), also virtuelle ­Allianz Aktien, als aktienbasierten Vergütungsbestandteil. Darüber hinaus wurden bis 2010 im Rahmen des Group-Equity-Incentive(GEI)-Programms auch Stock Appreciation Rights (SAR), also virtuelle Optionen auf ­Allianz Aktien, ausgegeben, die teilweise noch bestehen. Die Bedingungen für diese RSU und SAR enthalten Change-of-Control-Klauseln, die dann angewandt werden, wenn die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals der ­Allianz SE durch einen oder mehrere Dritte, die nicht zum ­Allianz Konzern gehören, unmittelbar oder mittelbar erworben wird. Die Klauseln sehen dabei eine Ausnahme von den ordentlichen Ausübungsfristen vor. So werden die RSU gemäß den Rahmenbedingungen für die RSU- Pläne am Tag des Kontrollwechsels durch die Gesellschaft für die betroffenen Planteilnehmer ohne Berücksichtigung der sonst gelten- den Sperrfrist ausgeübt. Die Barzahlung je RSU muss mindestens dem in einem vorangehenden Übernahmeangebot gebotenen Preis entsprechen. Die SAR werden im Fall eines Kontrollwechsels gemäß den Rahmenbedingungen für die SAR-Pläne am Tag des Kontroll- wechsels abweichend von den ordentlichen Ausübungsfristen durch die Gesellschaft für die betroffenen Planteilnehmer ausgeübt. Der für den Fall eines Kontrollwechsels vorgesehene Wegfall der Sperrfrist folgt daraus, dass sich die Bedingungen für die Aktienkursentwick- lung bei einem Kontrollwechsel wesentlich ändern.

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