Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Ihre Allianz 51 Geschäftsbereiche und Märkte 58 Strategie und Steuerung 61 Fortschritte in nachhaltiger Entwicklung 59Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Geschäftsumfeld Die Geschäftsentwicklung in der Versicherung und in der Vermö- gensverwaltung war auch 2013 vom anhaltend niedrigen Zinsniveau sowie schwachen Wirtschaftswachstum in den entwickelten Volks- wirtschaften geprägt. Hinzu kamen ein Überhang an Kapital und RisikokapazitätenaufdemMarktfürErst-undRückversicherungund, in der Folge, Margendruck in allen wesentlichen Sparten. Außerdem verschärften sich die für uns maßgeblichen aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen: −− Der Finanzstabilitätsrat stufte die ­Allianz im Juli 2013 als global systemrelevanten Versicherer ein; damit unterliegen wir zusätz- lichen regulatorischen Anforderungen. Wir führen nach wie vor einen aktiven Dialog mit den Aufsichtsbehörden und bereiten uns auf bereits angekündigte zusätzliche Anforderungen, wie beispielsweise auf die Erstellung eines Sanierungsplans, vor. −− Im November 2013 einigte sich die Europäische Union auf den ZeitplanfürdieUmsetzungvonSolvency II:DieneuenRegelungen gelten ab 2016. Solvency II haben wir von Anfang an befürwortet. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit in Europa über eines der modernsten Aufsichtssysteme der Welt verfügen, von dem die Versicherer und ihre Stakeholder gleichermaßen profitieren werden. Auch im vergangenen Jahr belasteten Naturkatastrophen das Geschäft: Europa erlitt Überschwemmungs- und Hagelschäden in einem nie dagewesenen Ausmaß. Dank unserer Diversifizierung und Größe konnten wir diese Schäden tragen. Doch wir werden weiter engdasvonunseingegangeneGesamtrisikosteuernundgleichzeitig daran arbeiten, den Markt für die Verbriefung von Versicherungs­ risiken weiterzuentwickeln. Die Wirtschaftsdynamik in unseren europäischen Stammmärkten ist nach wie vor deutlich schwächer als die der Schwellenländer. Zudem führt die Aufwertung des Euro gegenüber den meisten für uns relevanten Währungen zu Verzerrun- gen unserer Geschäftsergebnisse. Das Verhalten unserer Kunden erzwingt Neuerungen im Vertrieb, schafft zum Teil auch gänzlich neue Märkte, was unsere Branche, die häufig noch auf der Basis von Papier und persönlichen Beziehungen arbeitet, vor große Herausfor- derungen stellt. Dazu kommt, dass die Finanzdienstleister wie nie zuvor im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik stehen – im Fall einiger Banken verbunden mit Bußgeldern in Rekordhöhe. In der Öffentlich- keit wie auch branchenintern wird derzeit lebhaft diskutiert, wie eine kundengerechtere Beratung, insbesondere in der Lebens- und Renten­ versicherung, gewährleistet werden kann. Strategische Schwerpunkte In diesem Umfeld werden wir die Grundlagen unserer Geschäfts­ strategie schützen: unsere Integrität, Finanzstärke, operative Ex­zellenz und die Kompetenz und Motivation unserer Mitarbeiter. Gemeinsam mit anderen führenden Finanzinstituten arbeiten wir zu­dem intensiv an der Gestaltung nachhaltiger Ansätze für Versiche- rung und Kapitalanlage (mehr über unsere „Fortschritte in nach- haltiger Entwicklung“ ab    Seite 61). Dabei haben wir unsere Kunden- beziehungenundunserProduktsortimentinderVersicherungundder Kapitalanlage stets im Blick, um mögliche Auswirkungen undFolgen unseres Handelns für Gesellschaft und Umwelt früh zu erkennen. Wir sind stolz darauf, als eine der kapitalstärksten Finanzinstitu­ tionen eingestuft zu sein: Im März 2013 hob die Ratingagentur Stan- dard & Poor’sdenAusblickfürunserAA-Ratingauf„stabil“.Wirkönnen somit unseren Kunden auch in einem volatilen globalen Geschäfts- umfeld außerordentlich hohe Sicherheit bieten. Durch umsichtige Bilanzsteuerung, konsequente Ausrichtung des Geschäfts auf Renta- bilität und Zurückhaltung bei Großakquisitionen wollen wir diese starke Kapitalbasis erhalten. Dabei werden wir sich ergebende Kon- solidierungsmöglichkeiten in attraktiven Märkten und Segmenten, wo wir uns eine passende Ergänzung unseres Portfolios und unserer Stärken versprechen, wahrnehmen. In diesem Zusammenhang erwarten wir durch disziplinierte Kapitalallokation auf Geschäftsbe- reiche und Märkte, welche nachhaltige Renditen über unserem Min- destanspruch versprechen, einen wesentlichen Wertzuwachs. Um unsere Führungsposition in den weltweit wichtigsten Versi- cherungs- und Vermögensverwaltungsmärkten zu sichern, werden wir uns auf Wachstum im Geschäft mit den Bestandskunden konzen- trieren. Wir werden weiterhin den weltweiten Erfahrungsaustausch zwischen unseren operativen Einheiten fördern, beispielsweise was Versicherungslösungen, Anlageverwaltung und Kundenservice betrifft. Verstärkt werden wir in den Ausbau unseres Online- und Multimedia-Angebots und der digitalen Verarbeitung investieren. In jeder einzelnen unserer Geschäftsaktivitäten wollen wir die nötige Größe erreichen, um unseren Kunden und Geschäftspartnern bestmögliche Produkte und erstklassigen Service bieten und gleich- zeitigunserenMitarbeiterneineoptimaleEntfaltungihrerFähigkeiten ermöglichen zu können. Zu diesem Zweck entwickeln wir auch unsere Strukturen weiter, um das gesamte Potenzial unserer weltweiten Organisation bestmöglich auszuschöpfen. So steuert seit 1.  Januar 2014 eine neue Holding namens „Allianz Worldwide Partners“ (AWP) die Aktivitäten von ­Allianz Global Assistance, ­Allianz Global Automo- tive, ­Allianz France International Health und ­Allianz Worldwide Care. AWP koordiniert somit unser B2B2C-Geschäft: Hier entwickeln wir gemeinsam mit Unternehmenskunden Produkte, die diese dann ihren eigenen Kunden oder Mitarbeitern anbieten. Wirsindzuversichtlich,dasswirindenkommendenJahrendurch konsequente Wahrung der Grundlagen unserer Geschäfts­strategie und Ausrichtung auf Wachstum und Größe unser erklärtes Ziel errei- chen werden – die stärkste Finanzgemeinschaft der Welt zu sein.

Seitenübersicht