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Allianz Geschäftsbericht 2013

C Konzernlagebericht Analyse und Diskussion der Ergebnisse 67 Geschäftsumfeld 69 Überblick über den Geschäftsverlauf 2013 74 Schaden- und Unfallversicherung 82 Lebens- und Krankenversicherung 87 Asset Management 91 Corporate und Sonstiges 93 Ausblick 2014 99 Vermögenslage und Eigenkapital 107 Liquidität und Finanzierung 112 Überleitungen 67Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Geschäftsumfeld Wirtschaftliches Umfeld 2013 KONTINUIERLICHE VERBESSERUNG DER WIRTSCHAFTS­BEDINGUNGEN im Laufe des Jahres Nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2013 gewann die Weltwirt­ schaft ab dem zweiten Quartal an Fahrt, vor allem wegen der kon­ junkturellen Aufhellung in den Industrieländern. Besonders ermuti­ gend war, dass die Eurozone erstmals nach sechs negativen Quartalen in Folge wieder gewachsen ist. Auch in den USA und in Großbritannien hat sich die Konjunkturdynamik nach einem zag­ haften Jahresbeginn wieder erhöht. In Japan setzte sich die Erholung dank der lockeren Geld- und Fiskalpolitik auf breiterer Basis fort. Dagegen blieb das Wirtschaftswachstum in den meisten Schwellen­ ländern verglichen mit den Wachstumsraten vor der Krise eher ver­ halten. Alles in allem dürfte die weltweite Wirtschaftsleistung 2013 um 2,3 % gewachsen sein, womit sie deutlich unter dem zehnjährigen Mittelwert von knapp 3 % blieb. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Industrieländern im vergangenen Jahr durchschnittlich um rund 1,1 %. Während sowohl die USA als auch Japan ein recht solides Wachstum von nahezu 2 % verzeichneten, schrumpfte das reale BIP in der Eurozone im Mittel um 0,4 %. Wie in den Vorjahren verlief die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Euro-Ländern allerdings sehr unterschiedlich. In Ländern wie Griechenland und Italien schrumpfte die Wirtschaft deutlich, während Österreich, Belgien und die Slowakische Republik ein positives, wenn auch schwaches Wachstum erzielten. Die deut­ sche Konjunktur wurde nach wie vor von den wirtschaftlichen Folgen der europäischen Staatsschuldenkrise belastet. Nach dem bereits bescheidenen Wachstum von 0,7 % im Jahr 2012 wuchs das reale BIP 2013 nur um 0,4 %. Die Schwellenländer verzeichneten im Durch­ schnitt eine Wachstumsrate von 4,4 %, wobei das Wirtschaftswachs­ tum der asiatischen Schwellenmärkte 6,2 % erreichte. Auch 2013 standen die Finanzmärkte wieder hauptsächlich unter dem Einfluss der äußerst lockeren Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken sowie der langsam abklingenden europäischen Staatsschuldenkrise. Die Kapitalmärkte mussten in den Sommermo­ naten einen heftigen Schock verdauen, als die US-Notenbank einen möglichen Zeitplan für das allmähliche Auslaufen ihres Anleihen- Ankaufprogramms skizzierte. Dies trieb nicht nur die Renditen in den USA nach oben, sondern wirkte sich vor allem auf die Währungen jener Schwellenländer negativ aus, die erhebliche gesamtwirtschaft­ liche Ungleichgewichte aufweisen. Länder mit erheblichem Leis­ tungsbilanzdefizit wie Indien und die Türkei erwiesen sich dabei als besonders verwundbar. Im Dezember gab die US-Notenbank schließ­ lich den ersten Schritt auf dem Weg zu einer allmählichen Normali­ sierung ihrer Geldpolitik bekannt. Dieser sah eine Volumenreduktion ihrer monatlichen Anleihenankäufe um 10 Mrd USD auf 75 Mrd USD ab Januar 2014 vor. Auf der anderen Seite des Atlantiks senkte die Europäische Zentralbank ihren Leitzinssatz im Lauf des Jahres 2013 in zwei Schritten von 0,75 % auf 0,25 % und signalisierte ihre Bereit­ schaft, die Leitzinsen weiter zu reduzieren und womöglich erneut Refinanzierungsgeschäfte mit außergewöhnlich langer Laufzeit anzubieten. Bei zehnjährigen deutschen Staatsanleihen betrug die Rendite zum Jahresende 1,9 %, was einer Zunahme um 60 Basispunkte gegenüber dem Vorjahresendstand entsprach. Trotz dieses Anstiegs verringertensichdieSpreadsbeidenAnleihenderhochverschuldeten Länder der Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) erheblich. Nicht zuletzt wegen der anhaltend niedrigen Zinsen boomten die Aktien­ märkte.NacheineranfänglichenAbwertunggegenüberdemUS-Dollar im ersten Quartal 2013 gewann der Euro im weiteren Jahresverlauf wieder an Stärke. Die Fortschritte bei der Bewältigung der europäi­ schen Staatsschuldenkrise und die wirtschaftliche Stabilisierung der Eurozone trugen maßgeblich zum wieder erstarkenden Vertrauen in den Euro bei. Geschäftsumfeld 2013: Versicherungs- und Asset-Management-Branche 2013 war für die Versicherungsbranche ein weiteres herausfordern­ des Jahr. Angesichts des verhaltenen Wirtschaftswachstums stag­ nierten die Beiträge im Großen und Ganzen, wobei es zwischen den einzelnen Märkten erhebliche Unterschiede gab. Beispielsweise erhöhten sich die Beiträge in Deutschland im Zuge des bescheidenen Wirtschaftswachstums, während sie in Teilen Südeuropas weiterhin unter einer Flaute litten. Auch die Schwellenländer erlebten ein recht turbulentesJahrmitsehrvolatilenKapitalflüssenundWechselkursen. Doch trotz der Konjunkturabkühlung erwies sich das Beitragswachs­ tum in diesen Märkten insgesamt als bemerkenswert robust, was vor allem dem starken Lebensversicherungsgeschäft zu verdanken war. Als erhebliche Herausforderung erwiesen sich abermals die niedrigen Zinsen und die Volatilität des Finanzmarktes. In der Folge bliebendieInvestmenterträgeweiterniedrig,wodurchdieRentabilität des ganzen Sektors unter Druck geriet. Erneut hatten auch regulato­ rische Entwicklungen erhebliche Auswirkungen. Am wichtigsten war die endgültige Einigung über Solvency II im November 2013, die nun­ mehr den Weg für das Inkrafttreten am 1. Januar 2016 ebnet und bis zu einem gewissen Grad auch die aufsichtsrechtliche Unsicherheit verringert, die jahrelang in der Versicherungswirtschaft herrschte. Obwohl sich 2013 nicht wenige Naturkatastrophen ereigneten – von Taifunen und Erdbeben in Asien bis hin zu Überflutungen in Europa –, blieben die Katastrophenschäden im zweiten Jahr in Folge zumindest global betrachtet relativ niedrig. Grund hierfür war die niedrige Versichertenrate auf vielen der von Naturkatastrophen

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