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Allianz Geschäftsbericht 2013

68 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern heimgesuchten Märkte. Dies wirkte sich positiv auf die versiche­ rungstechnische Rentabilität aus. Die große Ausnahme war der deutsche Markt, der hohe Versicherungsschäden verkraften musste – nicht nur wegen der Überflutungen im Juni, sondern auch wegen der heftigen Stürme danach. Im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung blieben die Marktbe­ dingungen zum Vorjahr praktisch unverändert. Das stabile Beitrags­ wachstum in den entwickelten Märkten profitierte von moderaten Beitragserhöhungen und der allmählich anziehenden Konjunktur, beispielsweise in den USA und in Deutschland. Andererseits ent­ wickelten sich viele Märkte in Südeuropa, etwa Italien und Spanien, weiterhin rückläufig und verzeichneten 2013 abermals ein Beitrags­ minus. Das Prämienwachstum in den Schwellenländern erwies sich trotz aller Turbulenzen an den Finanzmärkten insgesamt als robust. In China und Lateinamerika verzeichneten die Beiträge sogar zwei­ stellige Zuwachsraten. Auf Basis unserer eigenen Marktschätzungen sowie vorläufiger Zahlen sind die Beitragseinnahmen (bereinigt um Wechselkurseffekte) 2013 weltweit um circa 4,5 % gestiegen. Die versicherungstechnische Rentabilität verbesserte sich 2013 leicht, was den allgemein steigenden Beiträgen und der geringen Anzahl an Naturkatastrophen zuzuordnen war. Belastet wurde die Rentabilität insgesamt jedoch durch das schwierige Anlageumfeld. So erwirtschafteten Investments nur bescheidene Renditen, da die Zinssätze trotz eines leichten Anstiegs aufgrund der möglichen Änderung der US-Geldpolitik („Tapering“) auf einem niedrigen Niveau verharrten. Im Bereich Lebensversicherungen haben sich die Beitragseinnahmen weltweit 2013 insgesamt leicht erholt. Vor allem die Schwellenländer profitierten von den relativ deutlichen Erhöhungen in China und Südostasien. Auch in Lateinamerika setzte sich das zweistellige Wachstum fort. Die entwickelten Märkte zeigten hingegen ein hetero­ genes Bild, wobei einige von ihnen – insbesondere der US-Markt – unter Druck standen, während andere, beispielsweise Deutschland, Frankreich und Italien, sich deutlich positiv entwickelten. Auf Basis unserer eigenen Marktschätzungen sowie vorläufiger Zahlen sind die Beitragseinnahmen (bereinigt um Wechselkurseffekte) 2013 weltweit um circa 3 % gestiegen. Anhaltend niedrige Zinsen und ein sehr mäßiges Wirtschafts­ wachstum belasteten die Rentabilität des Neugeschäfts bei traditio­ nellen Lebensversicherungen. Kapitalbildende Versicherungspro­ dukte litten angesichts gesunkener Garantien weiterhin unter einer schwachen Nachfrage. Erfreulicher entwickelten sich dagegen Risiko­ schutzprodukte. Hierzu gehören nicht nur die klassischen Risiko­ lebensversicherungen, sondern auch Krankenversicherungsprodukte wie Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherungen. Sie profitierten davon, dass Verbrauchern die Versorgungslücke in diesem Bereich zunehmend bewusst wird. Für die Asset-Management-Branche war 2013 insgesamt ein gutes Jahr – wenn auch weiter geprägt von der Unsicherheit an den Kapital­ märkten und hoher Volatilität. Die Ankündigung der US-Notenbank im Mai, eine Verringerung ihrer Wertpapierankäufe in Erwägung zu ziehen, ließ die Zinssätze steigen; so erhöhten sich die Renditen auf zehnjährige US-Staatsanleihen von 1,6 % Ende Mai 2013 auf rund 3 % am Jahresende. Infolge des Zinsanstiegs gingen die Bewertungen der Rentenanlagen zurück, während Aktien eine beachtliche Wertent­ wicklung verzeichnen konnten. Global betrachtet stiegen die Aktien­ kurse im vergangenen Jahr um 29 %. In der ersten Hälfte des Jahres 2013 verzeichneten die Aktien- und Rentenmärkte hohe Nettomittelzuflüsse. Die steigenden Zinsen wirkten sich ab Jahresmitte zu einem gewissen Grad negativ auf die Nettomittelflüsse bei den Rentenanlagen aus. Aktienanlagen hinge­ gen flossen fast das ganze Jahr hindurch Nettomittel zu, die sich auf einem in jüngster Zeit nicht erreichten Niveau bewegten. Nicht nur passive Produkte profitierten von Nettomittelzuflüssen in Aktien, auch aktive Asset Manager vereinnahmten einen Teil des organi­ schen Wachstums. Nettomittelzuflüsse und steigende Kurse ließen Erträge und Gewinne der Vermögensverwalter steigen. Zugleich erhöhte sich auch die Effizienz innerhalb der Industrie – und das­ trotz des tendenziell steigenden Aufwands, beispielsweise aufgrund ­höherer Ver­gütungsaufwendungen und Marketingkosten.

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