Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2013

84 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis nahm um 234 MIO € auf 2 709 MIO € ab. Haupt­ sächlich war dies auf den Rückgang des operativen Kapitalanlage­ ergebnisses um 899 MIO € zurückzuführen, welches durch Nettover­ luste aus Wechselkurseffekten und Finanzderivaten belastet wurde. Geringere Zuführungen zu Deckungsrückstellungen konnten dieses Minus jedoch teilweise wieder wettmachen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge (bereinigt um Zinsauf- wendungen) sanken um 63 MIO € auf 16 685 MIO €. Wir verzeichneten niedrigere Zinserträge vor allem als Folge des Niedrigzinsumfelds, der Aktivitäten zum Risikoabbau und aufgrund von Wechselkurs­ effektenunseresGeschäftsindenUSA.HöhereErträgeausDividenden und Immobilien glichen dies allerdings weitgehend aus. Die operativen Erträge aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewer- teten Finanzaktiva und -passiva (netto) gingen um 1 102 MIO € auf einen Verlust von 1 829 MIO € zurück. Zurückzuführen war dieser Rückgang hauptsächlich auf Nettoverluste aus Wechselkurseffekten und Finanzderivaten in Deutschland. Ausschlaggebend für diese Ent­ wicklung waren die Aufwertung des Euros gegenüber Währungen ausgewählter Schwellenländer sowie ein Anstieg der Zinssätze. Deri­ vate setzen wir ein, um die Duration und die Risiken aus sonstigen zinsbezogenen Anlagen zu steuern sowie um uns gegen Schwankun­ gen an den Aktienmärkten und bei Wechselkursen abzusichern. Die operativen realisierten Gewinne und Verluste (netto) beliefen sich auf 3 293 MIO €. Der Anstieg um 249 MIO € war höheren realisier­ ten Gewinnen aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien zu verdanken. Die operativen Wertminderungen auf Finanzanlagen (netto) ver­ besserten sich um 97 MIO € auf 331 MIO €. Das Vorjahresergebnis in Höhe von 428 MIO € war durch höhere Wertminderungen auf Aktien belastet worden, vorwiegend auf unsere Anlagen im Finanzsektor. Die Schadenaufwendungen (netto) betrugen 20 096 MIO €, ein Rückgang um 290 MIO €. Hauptsächlich trugen geringere Zahlungen für Abläufe in Deutschland, die jedoch zum Teil durch höhere Auf­ wendungen für Abläufe in Frankreich und Thailand kompensiert wurden, dazu bei. Die Veränderung der Rückstellungen für Versicherungs- und Investmentverträge (netto) sank um 415 MIO € auf 13 556 MIO €. Haupt­ grund waren eine niedrigere Veränderung bei Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen – aufgrund des negativen Effekts aus der Neubewertung gesunkener Kapitalanlageerträge – in Deutschland und in den USA ein vorteilhafterer Einfluss aus der Veränderung für Rückstellungen in Verbindung mit Produkten, welche Renten- und garantierte Leistungen beinhalten. Zum Teil wieder aufgehoben wur­ den diese Effekte durch einen höheren Anstieg der Deckungsrückstel­ lung in Deutschland aufgrund der gestiegenen Beitragseinnahmen, höheren Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen aufgrund der positiven Entwicklung der Kapitalanlageerträge in Frankreich und durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung in Südkorea. Die Aufwendungen für Finanzanlagen nahmen um 80 MIO € auf 839 MIO € zu, vor allem wegen der leicht gestiegenen Verwaltungsauf­ wendungen für Direkt- und Aktienanlagen. Die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) betrugen 5 603 MIO €. Der Anstieg in Höhe von 287 MIO € war in erster Linie den höheren Abschreibungen auf aktivierte Abschlusskosten zuzu­ schreiben. Unsere Ergebnismarge (Reserven) sank von 67 auf 58 Basispunkte. Grund war die anhaltende Marktvolatilität, die sich sowohl direkt als auch indirekt auf unsere Marge auswirkte. Insgesamt fielen die auf die Deckungsrückstellungen erhobenen Gebühren leicht höher aus, während unser operatives Ergebnis zurückging, was hauptsächlich auf die niedrigere Marge aus Kapital­ anlagen (das heißt den Nettoeffekt aus dem Kapitalanlageergebnis nach Absicherung von Wertschwankungen und Garantien sowie nach Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer) an mehre­ ren Standorten zurückzuführen war. So fiel diese Marge in Deutsch­ land aufgrund von Verlusten im Zusammenhang mit Absicherungs­ geschäften und Währungseffekten sowie höheren Zuführungen zu den Rückstellungen niedriger aus. Verstärkt wurde der negative Effekt durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung in Südkorea. Zusätz­ lich drückten in den USA sowohl niedrigere Zeitwerte in Verbindung mit Produkten, welche Renten- und Garantieleistungsbestandteile enthalten, als auch geringere realisierte Gewinne auf die Marge. Gleichwohl verbuchten die USA – zum Teil aufgrund der niedrigeren Margen aus Kapitalanlagen – niedrigere Abschreibungen auf akti­ vierte Abschlusskosten, die diesen negativen Margeneffekt teilweise kompensierten. Dies wurde jedoch zum Teil durch die Abschreibung auf aktivierte Abschlusskosten in Südkorea aufgehoben. Jahresüberschuss Der Entwicklung unseres operativen Ergebnisses entsprechend sank der Jahresüberschuss um 93 MIO € auf 1 941 MIO €. Positiv wirkte sich dabei der leicht verbesserte effektive Steuersatz aus.

Seitenübersicht