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Allianz Geschäftsbericht 2013

94 Geschäftsbericht 2013    Allianz Konzern Wirtschaftlicher Ausblick 1 Im zweiten Halbjahr 2013 verbesserte sich der globale Einkaufs­ managerindex für das verarbeitende Gewerbe spürbar. Dies lässt auf eine Fortsetzung oder gar Verstärkung der wirtschaftlichen Belebung bis weit in das Jahr 2014 hinein hoffen. Besonders positiv ist dabei zu bewerten, dass sich die Stimmung inzwischen über alle Regionen hinweg verbessert hat. Maßgeblich bedingt durch die erwartete Wachstumsbeschleunigung in den Industrieländern dürfte die Welt­ wirtschaft 2014 um gut 3 % zulegen, nach einem Plus von 2,3 % im Jahr 2013. Befürchtungen einer deutlichen Verschlechterung der wirt­ schaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern erweisen sich bislang als unbegründet. Zwar hat die Konjunktur in diesen Ländern seit 2012 an Schwung verloren, und auch die vor der Krise verzeich­ neten Zuwachsraten werden wohl nicht mehr erreicht. Mit einem realen Plus von voraussichtlich 4,6 % wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Schwellenländern 2014 jedoch immer noch wesentlich stärker wachsen als in den Industriestaaten. In der Eurozone beginnt die Konjunktur auch in den krisengeschüttelten Mitgliedstaaten wie­ der Tritt zu fassen, was das Nord­-Süd-­Gefälle in der Währungsunion einengen dürfte. Sowohl Stimmungsindizes als auch harte Indikato­ ren, etwa die Industrieproduktion, signalisieren eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung – wenn auch in moderatem Tempo. Für das Gesamtjahr 2014 rechnen wir mit einem realen BIP-Wachstum von 1,5 %. Gestützt durch ein verbessertes wirtschaftliches Umfeld in der Eurozone könnte die deutsche Wirtschaft 2014 um etwa 2 % wach­ sen. Die Inflation dürfte weltweit verhalten bleiben, nicht zuletzt wegen der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern, die den Lohnauftrieb dämpft. Die Finanzmärkte werden wohl auch 2014 im Bann der Geld­ politik bleiben. Wir erwarten einen allmählichen Ausstieg aus dem Krisenmodus, angeführt von der US-Notenbank in Form der sukzes­ siven Verringerung ihrer Anleiheankäufe. Bedenken hinsichtlich der Zinsentwicklung am Geldmarkt, der Liquidität im Bankensystem und des Kreditwachstums könnten die Europäische Zentralbank dazu veranlassen, ihre Geldpolitik – trotz der konjunkturellen Erho­ lung in der Eurozone – nochmals zu lockern, bevor es voraussichtlich Ende 2014 zu einem Kurswechsel kommt. Selbst dann bliebe die Geld­ politiksehrakkommodierend.ErsteSchritteinRichtungAusstiegaus dem Krisenmodus könnten aber dennoch von starken Ausschlägen an den Aktien-­, Renten-­und Devisenmärkten begleitet werden. Auch wenn die Staatsschuldenkrise in der Eurozone noch nicht ausgestan­ den ist, rechnen wir damit, dass sie weiter allmählich nachlässt. Mit kurzfristigen Zinssätzen nahe null sind die Aussichten für deutlich höhere Renditen bei längerfristigen Anleihen beschränkt. UnsererEinschätzungnachwerdensichdieRenditenbeizehnjährigen 1 Die Angaben zum „Wirtschaftlichen Ausblick“, zum „Ausblick für die Versicherungsbranche“ sowie zum „Ausblick für die Asset-Management-Branche“ basieren auf unseren eigenen Marktschätzungen. Bundesanleihen und US­-Staatsanleihen bis Ende 2014 lediglich moderat auf 2,4 % bzw. 3,3 % erhöhen. Die amerikanische Wirtschaft wird 2014 voraussichtlich deutlich stärker wachsen als die Eurozone. Vor diesem Hintergrund dürfte der US-Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewinnen. Ausblick für die Versicherungsbranche Das Wachstum der Weltwirtschaft wird 2014 wohl an Fahrt gewinnen und dadurch das weltweite Beitragswachstum fördern. Wie bereits in den vergangenen Jahren dürften die Beiträge in den Schwellen­ ländernstärkerwachsenalsindenentwickeltenLändern,auchwenn der Aufschwung dort voraussichtlich nun doch deutlicher ausfallen wird. Das Thema Profitabilität dürfte hingegen problematisch blei­ ben, was den voraussichtlich anhaltend niedrigen Anlagerenditen und einem immer anspruchsvolleren aufsichtsrechtlichen Umfeld mit stetig steigenden Anforderungen an Kapital und Rücklagen geschuldet ist. In der Schaden- und Unfallversicherung gehen wir für 2014 von einem steigenden Beitragswachstum aus, da die konjunkturelle ErholungdieNachfragenachVersicherungenbelebt.Insbesondereder Aufschwung in Europa dürfte den Weg für eine Rückkehr zu positivem Beitragswachstum in der gesamten Region ebnen. In den Schwellen­ ländern erwarten wir stabile Zuwachsraten, auch wenn das Wachs­ tum angesichts schwierigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht überall an frühere Jahre heranreichen dürfte. Der Anstieg der Beitragssätze könnte sich 2014 hingegen abschwächen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die weltweiten Beitragseinnahmen 2014 um 4,5 % bis 5,0 % steigen werden (bereinigt um Wechselkurseffekte). Trotz des leicht anziehenden Marktes dürfte sich die Profitabi­ lität von Schaden- und Unfallversicherungen lediglich auf Vorjahres­ niveau bewegen. Diese Einschätzung beruht auf unseren Erwartun­ gen,dasssichdieniedrigenRenditenzunehmendindenErgebnissen niederschlagen, die Preise nur mäßig steigen und die Rückstellungs­ auflösungen dank der günstigen Inflationsentwicklung nur leicht zurückgehen werden. Bei den Lebensversicherungen gehen wir ebenfalls davon aus, dass sich das Beitragswachstum erholt. In den Industrieländern dürften die besseren Konjunkturaussichten und ein neuer Produkt­ mix das Umsatzwachstum ankurbeln, während in den Schwellen­ märkten vor allem steigende Einkommen und Sozialversicherungs­ reformen zu einem starken Wachstum beitragen. Alles in allem schätzenwirdenAnstiegderweltweitenBeitragseinnahmen2014auf 3,5 % bis 4,5 % (bereinigt um Wechselkurseffekte). AngesichtsanhaltendniedrigerZinsenwerdendieVersicherungs­ unternehmen ihre Geschäftsmodelle auch zukünftig auf das schwie­ rige Umfeld abstimmen. Neben einer stärkeren Konzentration auf das Risikovorsorgegeschäft – einschließlich der Krankenversicherung – dürften neue und flexiblere Garantiekonzepte bei Sparprodukten in

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